Erfahrungen im HFH-Fernstudium

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Studium nach 20 Jahren in der Praxis

Nach 15 Jahren in logopädischen Praxen sowie fünf Jahren als Lehrlogopädin hat sich Susanne Janknecht 2012 dazu entschieden, ein Fernstudium in Health Care Studies aufzunehmen – berufsbegleitend. Während ihres Fernstudiums war sie in Vollzeit als Lehrlogopädin an einem Universitätsklinikum angestellt und hatte zu diesem Zeitpunkt drei Kinder. Wie sie diese Zeit erfolgreich meisterte, erzählt sie im Interview. 

HFH Botschafterin Susanne Janknecht

Frau Janknecht, 2012 haben Sie sich entschieden, ein Fernstudium in Health Care Studies aufzunehmen. Wieso?
Nach 15 Jahren in verschiedenen logopädischen Praxen habe ich 2007 als Lehrlogopädin angefangen. Die Fortbildungen zur Lehrerin im Gesundheitswesen und zur Ausbildungssupervision haben mein Interesse, mich weiter zu qualifizieren, noch mehr angeschoben. Der Anspruch in der Lehrlogopädie und die Weiterentwicklung unseres Faches machen es aus meiner Sicht schwer, ohne akademische (Weiter-)Qualifizierung in der Lehre tätig zu sein. Das jedenfalls ist mein Anspruch an mich und war Motivation, mich nach einem passenden Studiengang umzusehen. 

Ein Fernstudium aufzunehmen hatte letztlich sowohl inhaltliche als auch pragmatische Gründe. Inhaltlich fand ich das Studienkonzept sehr überzeugend und durchdacht. Pragmatisch war es von der Zeitstruktur her für mich machbar und das Studienzentrum in Stuttgart gut und schnell erreichbar. Der Studiengang Health Care Studies bot mir einen interprofessionellen Ansatz mit gleichzeitiger fachspezifischer Ausrichtung – eine wunderbare Kombination. 

Wo lag Ihr thematischer Schwerpunkt im Rahmen der bisherigen Tätigkeit als Logopädin? 
Während meiner Zeit als Angestellte in verschiedenen logopädischen Praxen habe ich meinen therapeutischen Schwerpunkt in der Stimmtherapie gefunden. 2007 bekam ich dann die Möglichkeit, meine Begeisterung für die Stimmtherapie an Schülerinnen und Schüler weiterzugeben. Seitdem arbeite ich als Lehrlogopädin im Bereich Stimme an einer Schule für Logopädie, die an einem Universitätsklinikum angesiedelt ist. 2015 habe ich zusätzlich die Leitung dieser Schule übernommen. 

Was hat Ihnen an dem Studiengang besonders gefallen? 
Die gute Mischung aus interprofessionellen und berufsspezifischen Modulen. Darüber hinaus empfand ich den interdisziplinären Ansatz als sehr bereichernd und ich bin der Überzeugung, dass nur mit einem interdisziplinären Ansatz unser Gesundheitssystem eine Chance auf ein an den Bedürfnissen des Patienten orientiertes Handeln hat.   

Inwieweit war der Studiengang mit Ihrem Beruf und Ihrem Privatleben vereinbar?
Das war schon nicht ganz ohne. Wir haben drei Kinder und während des Studiums bin ich erkrankt. Zudem habe ich während meiner Studienzeit von einer 75%-Stelle auf eine 100%-Stelle aufgestockt und die Leitung der Schule übernommen. Das kann alles in allem schon mal zu einer 60-70 Stunden Woche ausarten. Da noch ein Studium reinzupacken war sportlich, es ist mir aber gelungen.  

Was sind Ihrer Meinung nach Besonderheiten des berufsbegleitenden Fernstudiums? 
Die Anforderungen sind gerade durch die Studienbriefe sehr klar umrissen und machen damit auch an vielen Stellen den zeitlich erforderlichen Rahmen wesentlich deutlicher.  

Und wie sieht es mit den Herausforderungen aus?
Die größte Herausforderung ist es, die vielen Anforderungen, die man unter einen Hut bringen muss, stemmen zu können, ohne dass einem dabei in jeglicher Hinsicht die Puste ausgeht. Die Herausforderung ist aber auch gleichzeitig der Vorteil eines Fernstudiums: unter Beibehaltung der beruflichen Tätigkeit ein Studium absolvieren zu können. 

Was würden Sie Studienanfängern raten, worauf sollten sie achten?
 So ein berufsbegleitendes Studium ist lang und mühsam – es macht aber Spaß. Ich würde jedem dringend raten dranzubleiben und zügig weiterzuarbeiten, auch wenn es Überwindung kostet. 
 

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