Erfahrungen im HFH-Fernstudium

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Studieren und Leistungssport: Das Fernstudium als Zukunftsversicherung

Maret Zekokh reitet für die russische Junioren-Nationalmannschaft und studiert berufsbegleitend den Master BWL an der HFH

HFH-Studentin Maret Zekokh bei Reitturnier

 

Hindernisse kann man umgehen, umschiffen oder überwinden – mit ausreichend PS kann man sie aber auch einfach überspringen. Maret Zekokh macht das regelmäßig, dabei ist ihr „Pantau“ behilflich – der hat genau ein PS und ist ein Niederländisches Warmblut. Mit ihm bestreitet die HFH-Studentin regelmäßig Springreitturniere und ist dabei so erfolgreich, dass sie seit neun Jahren für die Russische Junioren-Nationalmannschaft reitet.

Aber nicht nur im Sport, sondern auch in Job und Studium verfolgt die 23-Jährige ihre Ziele mit großer Energie und viel Disziplin. Was sie antreibt? Ihr Traum, sich auch nach der Sportkarriere beruflich mit Pferden zu beschäftigten: „Mein Ziel ist es, mich mit den Pferden selbstständig zu machen. Ich träume von meinem eigenen Reitsportsportbetrieb – mit Reitschule, Pferdezucht und der Ausbildung von Turnierpferden.“

HFH-Studentin Maret Zekokh bei Siegerehrung

Maret Zekokh ist mehrfache russische Meisterin in ihrer Altersklasse.

Die Reitkarriere begann auf einem Pony
Pferde und Reiten faszinieren Maret Zekokh, seit sie denken kann. Sie wuchs direkt vor den Toren der Olympischen Reitsportstätten in Moskau auf und saß bereits mit vier zum ersten Mal selbst im Sattel. Dank ihrer Eltern bekam sie Reitunterricht und gewann mit sechs Jahren ihren ersten großen Titel: die russische Meisterschaft in Dressur- und Springreiten im Ponysport. Seitdem nimmt sie, nun natürlich auf dem Pferd, regelmäßig an großen Turnieren teil und konnte ihren Titel als russische Meisterin bereits sechs Mal verteidigen; bei der Europameisterschaft 2011 gelang ihr mit dem dritten Platz sogar der Sprung aufs Podest.

Für Sport und Studium nach Deutschland
Ihre Sportkarriere und der Wunsch zu studieren waren vor sieben Jahren die wichtigsten Gründe für ihren Umzug nach Deutschland. „Reiten als Sport ist in Deutschland besser entwickelt und deutlich günstiger als in Russland“, sagt Maret Zekokh. Und da auch einiges für die hiesige Hochschullandschaft spricht, kam sie 2011 nach Berlin und absolvierte zunächst an der Universität Potsdam ein Bachelorstudium in Politik und Verwaltung.

Mit dem ersten akademischen Abschluss in der Tasche zog sie schließlich mit ihrem Partner nach München und erfuhr durch einen Tipp, dass sich ein Master auch per Fernstudium erwerben lässt. Sie schaute im HFH-Studienzentrum München vorbei, ließ sich beraten und entschied sich aufgrund des flexiblen Studienmodells und der Option, bei Bedarf auch jederzeit Präsenzveranstaltungen besuchen zu können, für das Masterstudium BWL an der HFH.

Gruppenbild Studiengruppe der HFH

Maret Zekokh (2.v.r.) mit ihrer Studiengruppe im HFH-Studienzentrum München.

Spitzensport und Studium erfordern gutes Zeitmanagement
Wer Leistungssport auf Spitzenniveau betreibt, muss viel Zeit in Training und Wettkämpfe investieren, um das hohe Niveau und die Platzierungen in den Ranglisten zu halten. Auch Maret Zekokh absolviert ein enormes Pensum: Mindestens vier Mal in der Woche ist für jeweils für mehrere Stunden Reittraining, nur in Klausurphasen erlaubt sie sich, die Trainingstage auf drei pro Woche zu reduzieren. Um diesen Kern an Sport herum organisiert sie ihren Alltag, in den neben dem Reiten noch das Studium, ein Job sowie Familie, Freunde und Hobbies passen müssen. Eine Teilzeit-Arbeitsstelle hat sie in der Bayerischen Verwaltungsschule in München gefunden. Danach geht es meist direkt zum Training, und so findet sie meist erst abends Zeit, um sich mit Controlling, HR und anderen BWL-Themen auseinanderzusetzen.

Mit einem Präsenzstudium wäre dies kaum umsetzbar, weshalb sie mit den Freiheiten, die ein Fernstudium bietet, sehr zufrieden ist. „Als Sportlerin ist es für mich wichtig, meinen Tagesablauf nach meinen eigenen Wünschen gestalten zu können. Das Fernstudium ist für mich die perfekte Möglichkeit, mich und meinen Tag optimal zu strukturieren und zu organisieren.“

HFH-Studentin Maret Zekokh bei Reitturnier


Das Fernstudium als Zukunftsversicherung
Ihr Studium versteht sie als wichtige Investition für später, denn trotz sportlicher Erfolge lässt sich vom Reitsport alleine, anders als etwa vom Profifußball, kaum leben. „Ich muss ja nicht nur mich selbst, sondern auch mein Pferd und dessen Unterhalt finanzieren“, erklärt sie.

Zudem könne man als Sportlerin generell nie sicher sein, ob auch alles wie geplant verläuft. „Man kann sich schließlich jederzeit verletzen oder möchte nach der Sportlaufbahn vielleicht doch einen alternativen Lebensweg einschlagen – und was macht man dann ohne entsprechende Ausbildung?“, gibt sie zu bedenken. „Mein Studium ist für mich eine Art Zukunftsversicherung, die mir meine Freiheit ermöglicht und mir alle Wege offenhält.“

Nächstes Ziel: Masterabschluss und dann raus aufs Land
Ihre knappe Freizeit verbringt sie am liebsten mit ihrem Freund oder geht ihren Hobbies Schwimmen und Tanzen nach, wobei sie auch hier ihren sportlichen Ehrgeiz nicht ganz ablegen kann: „Wäre ich im Reitsport nicht erfolgreich gewesen, hätte ich wohl versucht, in diesen Sportarten auf Wettkampfniveau zu kommen, denn ich bin ehrgeizig und will mich immer perfektionieren. Es reizt mich, mir immer höhere Ziele vorzunehmen und sie schließlich zu erreichen!“

Welches Ziel als nächstes kommt? Der Masterabschluss natürlich – und wieder ein Ortswechsel: „Ich ziehe nächstes Jahr an den Tegernsee, dort gibt es mehr Ruhe zur Konzentration und bessere Reitmöglichkeiten“, sagt sie.

Das dürfte wohl auch ihrem Pferd Pantau gefallen – und wer weiß, vielleicht hilft das gesammelte BWL-Wissen aus dem Studium ja bei der Verwirklichung ihres Traumes von der eigenen Reitsportanlage. Dann zwar nicht unbedingt vor den Olympiaanlagen in Moskau aber dafür womöglich mit Alpenblick vor den Toren von München.

HFH-Studentin und Springreiterin Maret Zekokh

Um das Wettkampfniveau zu halten, trainiert Maret Zekoh vier Mal pro Woche für mehrere Stunden. Durch die Flexibilität im Fernstudium schafft sie es, Sport, Studium, Job und Privatleben unter einen Hut zu bekommen.

 


Kurzinterview: 3 Fragen an Maret Zekokh

Was sind aus Ihrer Sicht als Leistungssportlerin die Vorteile eines Fernstudiums?
Für mich ist es wichtig, dass man den Tagesablauf flexibel und nach eigenen Wünschen gestalten kann. Das Studium an der HFH ist für mich die perfekte Möglichkeit, mich und meinen Tag optimal zu strukturieren und zu organisieren. Ich würde es jedem empfehlen, dem diese Flexibilität und eine entsprechende Work-Life-Balance wichtig sind.

Wie verläuft Ihr BWL-Studium an der HFH bislang und was haben Sie damit vor?
Bis jetzt bin ich gut im Studienplan und habe alles bestanden, ich hoffe, dass es so weiter läuft. Ich bin sehr zufrieden mit der Organisation und Betreuung an der HFH. Mein Ziel im Leben ist es, möglichst in der eigenen Selbständigkeit zu arbeiten und dafür sollte man idealerweise BWL Kenntnisse haben. Ich träume von einem eigenen Reitsportbetrieb – ein reiner Bürojob passt einfach nicht zu so meinem Temperament.

Was würden Sie Studienanfängern raten, worauf sollten diese achten?
Man darf den zeitlichen Aufwand für das Eigenstudium und Lernen nicht unterschätzen. Es ist essentiell, dass man sich gut strukturiert und sich konsequent an einen getakteten Tagesablauf und den Lernplan hält. Einfach jeden Tag ein bisschen lernen und lesen und nicht immer alles auf morgen verschieben, dann kommt man vor den Prüfungen nicht in unnötigen Stress.

HFH-Studentin Maret Zekokh und Pferd

Maret Zekokh will sich selbstständig machen und einen eigenen Reitsportbetrieb gründen - um das Projekt auf solide Füße zu stellen, studiert sie an der HFH den Master BWL.

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