von Anja Segschneider
14.07.2021 | Fernstudium-Tipps

Gerade das Bachelorstudium geschafft? Glückwunsch! Lohnt es sich, nun noch einen Master anzuschließen? Das hängt von deiner beruflichen Situation, deinen persönlichen Zielen und deinem Studiengang ab.

Nicht in jedem Fach lohnt sich ein Master (finanziell). In Fächern wie Lehramt, Psychologie, Mathe oder Physik ist der Master praktisch ein Muss. Für Studiengänge wie z. B. Informatik gilt das jedoch weniger.

Wer sich den Master spart, spart damit natürlich auch Zeit und Geld und kann gegebenenfalls früher in den Job oder die Wunschposition einsteigen. Allerdings vergibt man sich damit unter Umständen auch Karrierechance. Vor allem für Führungspositionen verlangen viele Unternehmen einen Masterabschluss. Auch für die bestbezahlten Jobs im öffentlichen Dienst ist ein Masterabschluss Voraussetzung.

Grundsätzlich sind DAS die Vor- und Nachteile (abhängig natürlich vom Studienfach):

Pro Master:

  • Vertiefung der Fachkenntnisse
  • Chance auf Führungsposition
  • Über die gesamte Karriere gerechnet oft höheres Gehalt

Contra Master:

  • Aufwand und Kosten eines weiteren Studiums
  • Je nach Branche kaum Verdienstgewinn
  • Ggf. verzögerter Jobeinstieg

Master berufsbegleitend

Ein berufsbegleitender Master parallel zum Job kann einige der Minus-Punkte des Master-Abschlusses wieder wettmachen. Denn wer nach oder neben dem Bachelor anfängt zu arbeiten und den Master dann neben dem Job erwirbt, erlebt keinen verzögerten Jobeinstieg und keinen Gehaltsverlust. Oft bezuschussen Arbeitgeber solche berufsbegleitenden Masterabschlüsse sogar.

Gerade wenn der Arbeitgeber mit an Bord ist, steigt die Chance, durch den zusätzlichen Abschluss einen Karrieresprung zu machen. Wer einen Master neben dem Beruf erwirbt, hat außerdem die Möglichkeit, die Masterarbeit über ein Thema mit direktem Jobbezug zu schreiben.

Du möchtest einen Doktor machen

Für alle, die gerne einen Doktortitel hätten, ist ein Masterabschluss unerlässlich. Grundsätzlich ist der Masterabschluss bereits sehr viel wissenschaftlicher angelegt als der Bachelorabschluss. Es besteht neben der formellen Erfordernis, so die Möglichkeit, sich schon im Schreiben längerer Forschungsarbeiten auszuprobieren. Viele Doktorarbeiten entstehen so denn auch aus dem Masterarbeitsthema.

Du studierst ein Fach mit viel Konkurrenz

In Fächern, in denen große Konkurrenz herrscht, bietet ein Masterabschluss die Möglichkeit, sich von der Masse abzuheben. Wenn sich 100 Leute mit einem Bachelor bewerben und nur zehn mit einem Master, dann wird dies im Bewerbungsverfahren höchstwahrscheinlich berücksichtigt. Masterabschlüsse vertiefen außerdem das Wissen in einem bestimmten Fachgebiet. Absolvent:innen haben damit die Möglichkeit, zu Expert:innen in einem Bereich zu werden und so die Konkurrenz auszustechen.

Dir geht es ums Wissen - oder ums Ansehen

Und zu guter Letzt gibt es selbstverständlich auch persönliche Gründe, einen Masterabschluss zu erwerben. Wissen schadet nie, und kann einen persönlich weiterbringen. Vielleicht gefällt dir dein Studienfach aber auch einfach nur so gut, dass du es nicht bei einem Bachelor bewenden lassen und noch ein wenig länger studieren möchtest.

Anderen geht es eher um das Ansehen im Berufsleben. Ein „Luisa Müller, M.Sc.“ auf dem Namensschild sieht nicht nur besser aus, sondern kann auch durchaus dazu führen, dass deine Kollegen dich aufgrund deines Fachwissens ein wenig mehr respektieren. So zumindest die Theorie.

 

Welche Abwägungen für dich auch immer im Vordergrund stehen, ob sich ein Master für dich lohnt ist eine ganz individuelle Frage.

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