von Anna Wanke
14.10.2020 | Motivation

Gerade in einem Fernstudium sind die Studierenden vor die große Aufgabe gestellt, sich selbst zu disziplinieren und zu motivieren. Zunächst bist du mit deinem Paket voll von Studienbriefen auf dich gestellt.

Ja – es gibt unterstützende Präsenzveranstaltungen und eine Studienfachberatung, die dich nicht alleine lassen und die du auch nutzen solltest. Und dennoch musst du letztlich selbst die Lernunterlagen vorkramen, anfangen und dich motivieren.

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Beispielhafter Semesterplan

Selbstdisziplin und Struktur

Beide sind in einem Fernstudium zunächst das A und O. Die meisten Fernstudierenden entscheiden sich für dieses Studienmodell, da sie nebenbei beruflich oder privat stark eingespannt sind und ein „normales“ Präsenzstudium an einer staatlichen Universität nicht möglich ist.

Das Wichtigste dabei ist somit, sich seinen Tag perfekt einzuteilen. Denn in diesen 24 Stunden müssen Verpflichtungen erledigt, evtl. die Familie versorgt und Grundbedürfnisse gestillt werden. Und nebenbei sollten ja auch eigene Interessen oder Hobbys nicht auf der Strecke bleiben. Kurz gesagt: Ihr braucht einen Plan.

Um sich über das Semester und den einzelnen Tagen gut strukturieren zu können, empfehlen wir folgende Vorgehensweisen: Zu Beginn eines Semesters erhaltet ihr den Präsenzplan und die möglichen Prüfungstermine. Teile dir damit dein Semester ein: auf die altmodische „Aufschreib-Papiervariante“ oder hochmodern im Handykalender. Welche Methode du wählst, liegt ganz bei dir.

 

Stell dir selbst folgende Fragen:

  • Wann schreibe ich welche Klausur?
  • Will ich dafür Präsenzen besuchen?
  • Wenn ja, wann sind diese?
  • Wann muss ich ungefähr anfangen, den Stoff für eine Klausur durchzugehen?
  • Ist noch Platz für Hausarbeiten? Wann?
  • Wann möchte ich eine lernfreie Zeit haben und vielleicht in den Urlaub fahren?

All diese Dinge müssen beachtet werden. Die meisten werden diesen Plan nicht zu 100 % einhalten können. Es kommen immer unvorhergesehen Dinge dazwischen. Dennoch hilft es euch, nicht den Überblick zu verlieren.

To-do-Liste anlegen

Um sich täglich neu zu strukturieren, empfehle ich, den Abend davor eine To-Do-Liste aufzuschreiben. So sind die Dinge aus dem Kopf, werden aber trotzdem nicht vergessen. Priorisier deine Aufgaben, um die wichtigsten Dinge zuerst zu erledigen. Das Abhaken einer Aufgabe, motiviert dich, weiter zu machen und du siehst, was du schon alles geschafft hast. Das Tagesziel ist es, alles erledigt zu haben.

Für dein Studium ist es wichtig, dir Ziele zu setzen wie z. B. „Heute möchte ich Studienbrief 2 gerne zusammengefasst haben“ oder „Bis 20 Uhr habe ich die Übungsklausur durchgearbeitet“.

Ziele helfen, um sich zu motivieren

Das gilt generell im Leben und auch im Studium. Ihr alle habt euch das große Ziel gesetzt, neben hoher Belastung durch Vollzeitjob und /oder Familie ein Studium aufzunehmen und zu absolvieren. Vielleicht willst du dich weiterbilden, mehr im Job erreichen oder hast einfach den inneren Wunsch, so eine Herausforderung zu schaffen.

Jeder hat seine ganz eigene Motivation zu einem Studium. Sieh es also nicht als Zwang an zu lernen – es ist deine Entscheidung, also dein selbst gestecktes Ziel.

Hab Spaß an der Bildung! Erinnere dich ab und zu: Wofür mach ich das Ganze? Was oder wer hat dich motiviert ein Fernstudium aufzunehmen? Genau diese Motivation solltest du täglich verwenden, um weiterzumachen und dich aufzuraffen.

Musik und Bewegung helfen!

Manchmal reicht das aber nicht und auch dieses Ziel kann mal vergessen werden. Für diese kleinen Aussetzer gibt es Tricks, die für viele sehr hilfreich sind.

Gewinnt Abstand! Jeder hat etwas, was ihm Spaß macht, wo er für sich sein kann, abschalten und die Gedanken kreisen lassen kann.

Generell sind Bewegung und Musik gute Hilfsmittel. Eine motivierende Playlist kann dir helfen, wieder Energie zu tanken. Ein ordentliches Workout oder eine Trainingseinheit in dem Sport, den man liebt, können helfen, um auch für das Lernen wieder genügend Energie zu tanken.

Aber auch eine kleine Tanzsession im Wohnzimmer zu seinen Lieblingssongs kann Wunder bewirken. Probiert es einfach mal aus!

 

Stopp bei zu viel Lernstress!

Was aber, wenn ihr im Lernstress versinkt und euch die Zeit davonrennt, dass ihr keine Luft mehr kriegt und ihr in Panik verfallt? Dann solltet ihr Stopp sagen.

Auch wenn es für euch unmöglich erscheint: Nehmt euch ein zwei Tage Auszeit, verbringt Zeit mit euren Liebsten, ein Wellnesswochenende, eine gute Party oder genießt mit einem guten Buch die Ruhe im Park. Es hilft runterzukommen und die Gedanken zu ordnen. Viele schaffen es nicht, sich diese Auszeit zu nehmen, da sie denken die Zeit ist viel zu knapp, um jetzt einen Tag nichts für das Studium zu machen.

Aber glaubt mir, ihr werdet viel produktiver an den Schreibtisch zurückkehren und sehr viel mehr schaffen, als hättet ihr einfach durchgezogen und auf die Pause verzichtet.

Zum Abschluss noch ein paar Tipps für eure Lernsessions:

  • Plane einen bestimmten Zeitraum am Tag fürs Lernen ein (für freie Tage sind etwa 6 Stunden eine gute Zeitspanne).
  • Räume in dieser Zeit mögliche Ablenkungen aus dem Weg: Handy weg, Internet aus, Haushalt vorher erledigen usw.
  • Lege regelmäßige Pausen ein, um den Kopf frei zu bekommen, am besten mit Bewegung
  • Überlege, ob du mit Musik besser lernen kannst oder ob Ruhe für dich besser funktioniert
  • Wähle den Lernplatz bewusst aus: Genug Licht, genug Sauerstoff… Du musst dich einfach wohl und gut fühlen
  • Stelle Essen und Trinken bereit. Am besten etwas Leichtes und was dir schmeckt.
  • Ziele setzen und immer vor Augen halten

 

Wenn ihr noch weitere Tipps für eure Mitstudierende habt, schreibt uns diese gerne per E-Mail und wir nehmen sie noch mit auf.

Und denkt immer dran: Was ihr meistert, hat so viel Respekt verdient. Es ist normal, mal auf der Stelle stehen zu bleiben. ABER Ihr schafft das! Habt immer eure eigenen Ziele vor Augen!

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