Erfahrungen im HFH-Fernstudium

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Vom HFH-Studenten zum HFH-Lehrenden

Peter Huber kann sich in seine Studierenden aus den Studiengängen Gesundheits- und Sozialmanagement, Pflegemanagement sowie Management im Gesundheitswesen hineinversetzen. Denn die HFH kennt und schätzt er nicht nur als Lehrender – von 2002 bis 2006 war er selbst Fernstudent im Diplomstudiengang Pflegemanagement an der Hamburger Fern-Hochschule. Als Pflegedirektor in einem oberbayerischen Krankenhaus verantwortet er heute sämtliche Pflege- und Funktionsbereiche und promoviert parallel dazu zum Thema Personalführung im Kontext unterschiedlicher Generationen. Wie es dazu kam erzählt er im Interview. 

HFH-Lehrender Peter Huber auf einem Kongress für Personalentwicklung

Wo sind Sie außerhalb der HFH tätig und wie sehen Ihre Tätigkeiten in diesem Unternehmen aus?
Ich arbeite derzeit als Pflegedirektor in einem mittelgroßen Krankenhaus in Oberbayern und verantworte alle Pflege- und Funktionsbereiche sowie prozesssteuernde und unterstützende Abteilungen der Klinik. Als Mitglied der Klinikleitung bin ich zudem an unternehmensbezogenen Prozessen und an der strategischen Gesamtausrichtung der Klinik beteiligt. 

Warum haben Sie sich für eine Lehrtätigkeit im Hochschulbereich entschieden? 
Zum einen ist mein Entschluss durch die Möglichkeit der persönlichen Weiterentwicklung begründet. Sich auf ein Kompetenzlevel zu bringen um sowohl fachlich-inhaltlich, als auch pädagogisch-didaktisch auf hohem Niveau Lehrveranstaltung zu gestalten, stellt für mich eine sehr positive Herausforderung dar. Zum anderen einfach gesagt – weil es mir sehr viel Freude bereitet Studierende weiter zu bringen.  

Warum haben Sie sich die Themenschwerpunkte ausgesucht in denen Sie jetzt lehren? 
Die Themenschwerpunkte, zu denen ich angefragt wurde, ergaben sich aus meiner praktischen Tätigkeit und Themen aus Forschungsarbeiten. Ich habe selbst als Case Manager gearbeitet, Case Management in einer Klinik mitentwickelt und aufgebaut sowie einige Untersuchungen zu diesem Thema durchgeführt. Ebenso verhält es sich beim Themenschwerpunkt „Personal“ und „Organisation“. Als Pflegedirektor trage ich die Personalverantwortung für mehr als 500 Mitarbeiter, beeinflusse maßgebend die Aufbau- und Ablauforganisation. Darüber hinaus beschäftige ich mich im Rahmen meiner Promotion auch mit „dem Personal“. 

Welche Akzente setzen Sie in der Lehre?
Ich setze sowohl auf wissenschaftliche Erkenntnisse, als auch auf prägnante praktische Beispiele, immer mit dem Ziel verbunden gemeinsam die persönlichen Grenzen des Bezugsrahmens der Studierenden zu erweitern. Dabei helfen mir meine langjährige praktische Erfahrung im Management und mein theoretischer Hintergrund gleichermaßen.  

Wohin geht in Ihrem Fachgebiet der Trend in den nächsten fünf Jahren? 
Der Megatrend, der das Thema „Personalmanagement“ künftig noch gravierender beeinflussen wird, ist der Wertewandel. Sowohl Forschung als auch Lehre müssen sich diesem Trend stellen und generationsspezifische Konzepte entwickeln. Gerade im Bereich des Gesundheitswesens sehe ich hierzu noch einen großen Forschungsbedarf.  
Der Wertewandel beeinflusst aber auch das Verhalten und Lernverhalten der Studierenden. Auch darauf gilt es sich als Lehrbeauftragter einzustellen. 

Was sind Ihrer Meinung nach die Besonderheiten eines Fernstudiums? 
Das Besondere ist die Doppelbelastung, da die Studierenden neben ihrem Studium noch ihrer „eigentlichen Tätigkeit“, viele davon in Vollzeit, nachgehen. Dennoch stellt diese Konstellation einen unschätzbaren Wert dar, da dauerhaft die Möglichkeit zur wechselseitigen Transformation von Theorie und Praxis besteht. Durch das  Studium kommen jene gut, die von Anfang an dran bleiben und mit Begeisterung an neue Lehrinhalten rangehen. Letztendlich ist das immer eine Frage der persönlichen Motivation. Also – niemals aufgeben!
 

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