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Transkript Warum lohnt sich ein Berufspädagogik-Studium?

[Marina Schnabel]: Studienbriefe lesen, sich auf Klausuren vorbereiten, Hausarbeiten schreiben, am Wochenende an Lehrveranstaltungen teilnehmen und nicht mit der Familie irgendwas Tolles machen, eine Bachelorarbeit oder Masterarbeit schreiben. Dies alles zusätzlich zur Arbeit und Familie und dabei noch Zeit für Hobbys und für sich selbst finden. Wow, das ist eine ganz schöne Herausforderung und Arbeitsbelastung. Über mehrere Jahre noch dazu und dann kostet das alles auch noch monatlich Geld. Warum lohnt es sich, nach einer anspruchsvollen Ausbildung in einem Gesundheitsfachberuf, in der Pflege, in der Physiotherapie, in der Ergotherapie, als OTA usw. und vielleicht noch einer Weiterbildung in Praxisanleitung oder Fachpflege noch ein Pädagogikstudium anzuschließen und diese vielen Mühen auf sich zu nehmen. Mein Name ist Marina Schnabel. Ich bin wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hamburger Fernhochschule und habe selbst diesen langen beruflichen Qualifizierungsweg hinter mir und habe es nie bereut. Ich habe zwanzig Jahre große Bildungseinrichtungen im Gesundheitswesen geleitet und weiß um die Bedeutung einer wissenschaftlich fundierten pädagogischen Qualifikation für die Tätigkeit in der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung. Aber in diesem Podcast möchte ich nicht von mir berichten, sondern die Studiengangsleitung der Berufspädagogik-Studiengänge an der Hamburger Fernhochschule Prof Dr. Benjamin Bohn dazu befragen, was denn ein Fernstudium in Berufspädagogik überhaupt bringt und erfordert. Ich begrüße Sie alle, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer in unserem Podcast Berufspädagogik im Dialog und natürlich herzlich willkommen! An dich, lieber Benjamin.

[Benjamin Bohn]: Hallo.

[Marina Schnabel]: Ganz persönlich zum Einstieg meine erste Frage an dich, Benjamin: Warum hast du dich denn eigentlich damals für die Berufspädagogik entschieden nach deiner Ausbildung und bist nicht zum Beispiel ins Pflegemanagement gegangen, um ein Jahr in einem Krankenhaus Pflegedirektor zu werden?

[Benjamin Bohn]: Oh, da habe ich einen langen Weg hinter mir. Also ich bin gelernter Altenpfleger und habe meine Altenpflegeausbildung gemacht und habe da dann auch eine Weiterbildung zur Pflegedienstleitung gemacht.

[Marina Schnabel]: Ah!

[Benjamin Bohn]: Und habe in dem Zusammenhang da danach gedacht, ich muss Pflegemanagement studieren, weil ich immer so gedacht habe, das wäre so mein ganz, ganz klarer Weg. Das wurde mir so von na ja, von Kindesbeinen auf nicht, aber ab dem Zeitpunkt, an dem ich gesagt habe, ich möchte in die Pflege gehen, so suggeriert mit diesem, das ist das, was wir alle kennen: Du hast doch Abi, dann gehst du da natürlich weiter und musst dann irgendwann dein kleines Heim haben ich mir dann immer gedacht. Kannst du dir vorstellen einfach so ein dreißig Betten Haus privat. Ich, der Chef und alle machen, was ich sage.

[Marina Schnabel]: Ja.

[Marina Schnabel]: Eine schöne Vision.

[Benjamin Bohn]: So, das war es. Es ist tatsächlich auch eine Vision geblieben. Ja, ich habe dann versucht, Pflegemanagement zu studieren und es war für mich gar nicht so einfach mit diesem Fernstudium. Ich habe übrigens versucht, an der HFH Pflegemanagement zu studieren und habe das Ganze ein Semester gemacht und bin einfach nicht dazu gekommen zu studieren, weil ich ständig eingesprungen bin. Das kennt man vielleicht Ja und habe mich dann dazu entschieden, eine Pflegeeinrichtung zu übernehmen und habe das dann gemerkt innerhalb von den ersten zwei Wochen, dass ich da überhaupt keine Lust draufhabe, sondern dass mein Herz eher darin liegt, Dinge zu vermitteln und irgendwie so mein meine Leidenschaft darin liegt. Und deswegen habe ich Pflegepädagogik studiert und bin dann da auch geblieben.

[Marina Schnabel]: Das kann ich super gut nachvollziehen. Bei mir war es so, dass wenn ich mich irgendwo vorgestellt habe, dann habe ich früher immer gesagt:“Ja, mein Herz gehört der Pflege und meine Leidenschaft ist die Pädagogik.“ Und auf die mit diesem Motto habe ich in der Pflege und Berufspädagogik gearbeitet. Und du beschreibst das auch so schön. Man braucht also wirklich eine Leidenschaft für die Pädagogik. Man muss dafür brennen.

[Benjamin Bohn]: Richtig.

[Marina Schnabel]: Das ist, glaube ich, eine ganz wichtige Voraussetzung. Aber interessant für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer ist sicher auch die Frage: Warum sollte man denn ausgerechnet an der Hamburger Fernhochschule Berufspädagogik studieren? Berufspädagogik wird an vielen Hochschulen angeboten. Und warum denn ausgerechnet bei uns? Und wie funktioniert denn das so mit einem Fernstudium und nicht mit einem Präsenzstudium direkt an so einer großen Hochschule?

[Benjamin Bohn]: Also wir haben natürlich diesen Vorteil als präsenzgestütztes Fernstudium, dass wir zwei Dinge vereinen. Zum einen dieses Fernstudium, das sich berufsbegleitend studieren lässt. Wenn sich jemand für das Studium bei uns entscheidet, wissen die Personen ganz genau durch unsere Studienbriefe, was für sie prüfungsrelevant ist, wann die Prüfungen stattfinden. Wir haben aber auch die Möglichkeit uns durch unsere Studienzentren direkt oder bzw. relativ wohnortnah zu vernetzen und auch Ansprechpersonen zu finden. Genauso wie wir durch unsere digitalen Geschichten, die wir haben, sei es das virtuelle Studienzentrum oder eben Moodle, auch verschiedene Möglichkeiten in Kommunikation oder in Kontakt zu treten, zusätzliche Materialien wie beispielsweise Podcasts anzuhören. Und da eben glaube ich, dass für jeden Lerntyp oder für jedes Bedürfnis da was dabei ist für uns.

[Marina Schnabel]: Ja.

[Benjamin Bohn]: Und deswegen finde ich, da werden wir, da sind wir stark drin.

[Marina Schnabel]: Und welche Voraussetzungen müsste man jetzt mitbringen, damit man bei uns studieren kann?

[Benjamin Bohn]: Also man braucht ja für den Bachelor, wenn ich jetzt mal beim Bachelor Berufspädagogik anfange, brauchen wir eine abgeschlossene Ausbildung im Bereich der Pflege, im Bereich der Gesundheitsfachberufe und dann eben eine Hochschulzugangsberechtigung sowie an jeder anderen Hochschule auch. Oder es gibt die Möglichkeit, durch eine berufliche Qualifikation zugelassen zu werden. Also beispielsweise man hat eine Ausbildung, so wie ich beispielsweise eine Ausbildung in einem Pflegeberuf plus eine Fachweiterbildung in einem bestimmten Bereich, die mindestens 400 Stunden umfasst. Dann kann man ebenfalls zugelassen werden. Und wir haben noch eine dritte Möglichkeit sogar, und zwar durch die sogenannte Gasthörerschaft eine Eingangsprüfung zu machen, um seine Hochschultauglichkeit nachzuweisen und dann auch in das Studium einzusteigen. Für den Master ist es relativ klar. Man braucht eben einen Bachelor mit mindestens 180 ECTS, der eben aus dem Bereich entweder Fachwissenschaften oder Bildungswissenschaften kommt.

[Marina Schnabel]: Ja, danke für diese prägnante Erklärung, welche Voraussetzungen man braucht, Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, Sie können das alles auch detailliert auf unserer Homepage nachlesen. Und es gibt sogenannte Online-Informationsveranstaltungen, die auch von Benjamin Bohn geleitet werden. Und auch da bekommt man noch mal gut erklärt, wie die Rahmenbedingungen für das Studium bei uns sind.

[Benjamin Bohn]: Richtig. Und wer da irgendwie Interesse hat oder spezifische Fragen hat, kann mir jederzeit eine E-Mail schreiben. Wir können Termine ausmachen: Telefontermine, Zoom-Termine. Da können wir dann alles besprechen und auch so individuelle Bildungswege eben noch mal prüfen.

[Marina Schnabel]: Sagst du noch deine E-Mail-Adresse?

[Benjamin Bohn]: benjamin.bohn@Hamburger-fh.de.

[Marina Schnabel]: Prima. Jetzt interessiert sicher unsere Zuhörenden auch noch [folgendes]: Wenn man dieses Studium abgeschlossen hat, welche Arbeitsfelder erschließen sich dann für den Studierenden, so dass er auch schon während dem Studium vielleicht einen Fokus darauf legen kann inhaltlich?

[Benjamin Bohn]: Also wir haben verschiedene Arbeitsfelder. Das zum einen ganz klar die berufliche Ausbildung, die berufliche Fort- und Weiterbildung ist ein großer Bereich. Was wir auch immer wieder mitkriegen, ist, dass Absolventinnen und Absolventen von uns beispielsweise im Qualitätsmanagement, in Bildungseinrichtungen oder in Pflegeeinrichtungen arbeiten. Je nachdem, in welchem Bundesland man tätig ist, ist so die Ausgestaltung nach dem Bachelor anders. Also ob sie da in einer Pflegeschule arbeiten können, ob sie praktische Ausbildung machen können oder eben theoretische Ausbildung auch mit anbieten können und ob sie dann sinnvollerweise noch den Master anschließen, wo sie dann eben die Zulassung für die Pflegeschule bekommen.

[Marina Schnabel]: Also klassisch ist mit Berufspädagogik-Studium der Weg in die Lehre an einer Bildungseinrichtung. Aber auch, und das möchten wir im Zuge der Akademisierung der Pflege auch betonen, es kann auch der Weg in die berufliche Praxis [sein]: in der Pflege, am Bett bleiben und dort eben sehr qualifiziert, pädagogisch, wissenschaftlich fundiert die Auszubildenden anleiten oder Weiterbildungsteilnehmer*innen anleiten und begleiten auf ihrem Qualifikationsweg. Aber dafür braucht man ein fundiertes pädagogisches Wissen.
Das sind spannende Berufswege, die viele unserer Studierenden wählen. Jetzt habe ich schon beschrieben, Benni, dass der und das der Weg ins Studium, dass das schon eine hohe Arbeitsbelastung ist und man ganz viel, eigentlich braucht man wahnsinnig viel Managementkompetenz.
Man muss sich super gut organisieren und auf sich aufpassen. Aber was kann man denn tun, wenn man mal durchhängt? Das wollen wir ja auch nicht verleugnen, dass es nicht immer so einfach ist. Und manchmal spiegeln uns die Studierenden ja auch wider, dass sie sehr belastet sind durch Familie, Beruf und Studium und dass sie gerade in einem Motivationstief hängen. Und jetzt kommt noch die Bachelor oder Masterarbeit, und das ist manchmal wie ein großer Berg vor ihnen. Wo bekommt oder wie bekommt man Unterstützung oder wie kann man überhaupt damit umgehen?

[Benjamin Bohn]: Also ich kann immer nur sagen: Melden Sie sich, wenn irgendwas los ist bei Ihnen privat, wenn Sie in einem Tief sind. Jeder von unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sind da, haben ein offenes Ohr. Auch ich. Ich habe ja meine E-Mail-Adresse schon genannt und letzten Endes muss man sich das natürlich gut drumherum packen. Aber wie ich das vorher auch schon gesagt habe, wir haben gute Angebote und ziemlich viele Angebote, wie man das zeitlich irgendwie hinkriegen kann. Also gerade die Veranstaltungen im virtuellen Studienzentrum sind beispielsweise abends geplant, unter der Woche. Die Veranstaltungen in den Studienzentren Online oder in Präsenz sind Freitag und Samstag, sodass da jeder auch so gucken kann, wie er denn dann individuell sein Leben, seine Familie, seinen Beruf managen kann und das muss man auch immer wieder dazu sagen, wenn mal das Leben einfach so spielt, wie es dann manchmal auch sein kann, haben Sie immer die Möglichkeit, auch bis zu zwei Semester kostenlos zu pausieren, ohne dass da weitere Gebühren anfallen oder irgendwie was Schlimmes passiert, sodass man sich da auch eine Auszeit nehmen kann, sich mal sortieren kann und eben weiter gucken kann, wie es dann für einen individuell danach weiterläuft.

[Marina Schnabel]: Danke für diesen wichtigen Hinweis noch mal am Ende. Ich glaube, dass es auch sehr wichtig ist, Studienkolleginnen und Studienkollegn zu haben. Also Studieren und Kommilitoninnen gehören ja zusammen, irgendwie. Und die sind so wichtig. Wie ist das denn mit anderen Fernstudierenden in so einem Fernstudium? Lernt man die denn kennen und wo und wie kann ich sie kennenlernen?

[Benjamin Bohn]: Also sie haben, wie schon gesagt, ja erstmal ihre Heimat-Studienzentrum, sage ich mal wo, wenn es um Präsenzveranstaltungen geht, wo sie dann zusammenkommen können, in den Studienzentren oder eben virtuell zusammenkommen können. Wir haben verschiedene Möglichkeiten der Kommunikation, beispielsweise unsere kompletten Moodle-Kurse mit irgendwelchen Foren, wo sie Nachrichten schreiben können. Und ich glaube, es gibt schon gute Angebote, wie man trotz einem Fernstudium nicht alleine studieren muss.

[Marina Schnabel]: Ja, danke schön. Danke, Benni, für das Gespräch und den Austausch.

[Benjamin Bohn]: Sehr gerne.

[Marina Schnabel]: Ich hoffe, dass es unsere unsere Zuhörenden sehr motiviert und neugierig macht auf das Studium an unserer Fernhochschule. Ich würde mich freuen, wenn du vielleicht noch so einen Schlusssatz an unsere Zuhörenden hättest oder so ein Motto, das du ihnen mit auf den Heimweg oder Weg geben kannst, vielleicht in unser Studium.

[Benjamin Bohn]: Ja. Also ich kann nur sagen, wenn Sie sich für das Studium interessieren, kommen Sie auf uns zu. Wir beraten Sie gerne. Wir beraten Sie gerne individuell. Das Motto, das mir dazu gerade einfällt, ist: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

[Marina Schnabel]: Ja.

[Benjamin Bohn]: Also in diesem Sinne. Let's go! Kommen Sie zu uns, treten Sie mit uns in Kontakt. Und vielleicht haben wir ja das Angebot, das für Sie das Passende ist.

[Marina Schnabel]: Wir freuen uns auf Sie. Tschüss.

[Benjamin Bohn]: Ciao. Bis bald.

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