Studierende forschen zu Personalausfällen in der Pflege
Die HFH · Hamburger Fern-Hochschule und die Ruhr-Universität Bochum (RUB) starteten im Herbst 2025 ein gemeinsames Forschungsprojekt zum Thema „Der Arbeitsmarkt in der Pflege im Wandel“.
Ziel für die teilnehmenden Studierenden ist es, konkrete Praxiseinblicke zu gewinnen und Ansätze für wissenschaftlich fundierte Lösungen zu entwickeln.
Interdisziplinärer Zugang und wissenschaftliche Begleitung
Das Projekt wird von Seite der HFH durch zwei Professor*innen des Fachbereichs Gesundheit und Pflege, Prof. Dr. Michael Heinrich-Zehm (Studiengangsleitung Bachelor Pflegemanagement) und Prof. Dr. Eske Jung (Studiengangsleitung Bachelor Gesundheits- und Sozialmanagement), betreut.
Studierende aus den HFH-Bachelorstudiengängen Pflegemanagement sowie Gesundheits- und Sozialmanagement arbeiten gemeinsam an spezifischen Forschungsschwerpunkten:
- Statistische Erhebungen zur Häufigkeit und Verteilung von Personalausfällen
- Analyse organisationaler Reaktionen wie Ausfallmanagement oder Best-Practice-Ansätze
- Perspektiven der Generation Z, insbesondere zum Umgang mit Präsentismus
- Einfluss der Digitalisierung auf Arbeitsorganisation und Personaleinsatz
Die Ergebnisse werden auf einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung präsentiert. Angestrebt wird die anschließende Weiterentwicklung der ersten Forschungsergebnisse im Rahmen von Bachelorarbeiten.
Zwischenschritt: Themenfindung
Vom 23. bis 24. Januar 2026 trafen sich die Teilnehmenden – Studierende des Studiengangs Soziologie der RUB (Leitung: Prof. Dr. Birgit Apitzsch) und HFH-Studierende des Bachelor-Studiengangs Pflegemanagement – im HFH-Studienzentrum Essen, um ihre Forschungsthemen zu bestimmen. Sie stellten ihre Forschungsthemen und Forschungsdesign vor und gaben sich systematisches Feedback in Form eines Reviews, fachlich unterstützt durch Professor*innen im Forschungsprojekt.
Mit diesen Themen beschäftigen sich die Studierenden:
- Personalausfall in der Pflege,
- Internationalisierung,
- Generationenthematiken,
- Digitale Kompetenzen,
- Fluktuationsintentionen,
- Arbeitsbelastungen und Herausforderungen bei der Dienstplanung.
Von links: Prof. Dr. Michael Heinrich-Zehm, Prof. Dr. Eske Jung, Prof. Dr. Birgit Apitzsch (RUB), Ingolf Rascher, Alexander Schmidt, Kirsten Geisler.
Forschungskompetenz mit direktem Studienbezug
Das Projekt verbindet wissenschaftliches Arbeiten mit unmittelbarem Praxisbezug. Den Bachelorstudierenden der HFH dient das Lehrforschungsprojekt zudem zur Weiterentwicklung ihrer methodischen Kompetenzen und zur Erweiterung ihrer Forschungserfahrungen. Von besonderem Nutzen können hierbei die Erfahrungen der Masterstudierenden der Ruhr-Universität Bochum mit Blick auf Forschungsmethodik sein.
Die Projektteilnahme wird offiziell zertifiziert und bietet darüber hinaus eine gute Grundlage für die individuelle Themenfindung bei der Abschlussarbeit.
Teilnahme und Ablauf
Das Forschungsseminar ist am 10. Oktober 2025 gestartet. Die Präsenzveranstaltungen zu dem Forschungsseminar finden am Studienzentrum Essen statt. Das Projekt erstreckt sich über zwei Semester und umfasst eine mündliche Präsentation sowie eine schriftliche Ausarbeitung. Nach Wunsch der Professoren soll dieses Projekt in Zukunft weiter durchgeführt werden.
Text aktualisiert am 29. 01. 2026
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