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08.04.2020 News

Rekordzahl bei Studium ohne Abitur – auch an der HFH

62.000 Menschen ohne allgemeine Hochschulreife an deutschen Hochschulen eingeschrieben

Eine Rekordzahl an Personen studiert ohne Abitur.
Die Zahl der Studierenden ohne Abitur ist nach aktuellen Berechnungen so hoch wie nie. Auch an der HFH ist der Zugang ohne allgemeine Hochschulreife gefragt.

Immer mehr Menschen studieren in Deutschland ohne Abitur. Nach aktuellen Berechnungen des CHE Centrum für Hochschulentwicklung waren im Jahr 2018 an deutschen Hochschulen 62.000 Personen ohne allgemeine Hochschul­reife eingeschrieben.

Dies sind 2,2 Prozent aller Studierenden und 35 Prozent mehr als noch im Jahr 2013. Auch an der HFH ist ein Studium ohne Abitur möglich. Hier beträgt der Anteil derzeit rund 18 Prozent.

 

Rekordwert auch bei Studienanfänger_innen ohne Abitur

Auch bei den Studienanfängerinnen und -anfängern ohne Abitur verzeichnete das CHE 2018 Rekordwerte. Sowohl die Gesamtzahl von 14.800 als auch ein Anteil von 2,9 Prozent an allen Erstsemestern überträfen die Werte des Vorjahres. Ebenfalls erneut gewachsen sei die Zahl der Absolventinnen und Absolventen, die über den beruflichen Weg ins Studium gelangt sind. Diese lag 2018 bei 8.700.

Zwischen den Bundesländern gab es jedoch große Unterschiede: Hamburg (5,8 Prozent), Nordrhein-Westfalen (4,0 Prozent) und Hessen (3,8 Prozent) bilden das Spitzentrio, während das Saarland mit 1,1 Prozent die niedrigste Quote an Studierenden ohne Abitur aufweist.

Insgesamt hat sich seit der Einführung des Studiums ohne Abitur in Deutschland im Jahr 2010 die Zahl der Studierenden, die diese Option wählen, nahezu verdreifacht. „Die Tatsache, dass immer mehr Menschen über den beruflichen Weg in ein Studium gelangen, zeigt, dass die Durchlässigkeit zwischen den unterschiedlichen Bildungsbereichen in Deutschland gestiegen ist“, sagt Frank Ziegele, Geschäftsführer des CHE Centrum für Hochschulentwicklung.

 

Das Beste aus beiden Welten

„Es ist absolut nachvollziehbar, dass immer mehr Menschen für ihre Bildungsbiografie das Beste aus beiden Welten, also der beruflichen und der akademischen, mitnehmen wollen“, sagt Ziegele.

Die Beweggründe dafür, der beruflichen Ausbildung noch ein Studium anzuschließen, sind vielfältig: berufliche Neuorientierung, Weiterqualifizierung oder der der Wunsch nach einem besseren Gehalt gehören dazu. Immer öfter ist ein Studium aber auch die Voraussetzung für den beruflichen Aufstieg.

Laut Sigrun Nickel, Leiterin der Hochschulforschung beim CHE, gewinnen dabei alle Seiten: „Dieser Erfahrungsschatz aus der Berufspraxis ist ein wertvoller zusätzlicher Input für Kommilitonen und Lehrende, mit dem Studierende ohne Abitur jedes Seminar bereichern können.“

 

Voraussetzungen Studium ohne Abitur an der HFH

Voraussetzung für ein HFH-Fernstudium ohne Abi ist eine abgeschlossene Ausbildung sowie eine Aufstiegsfortbildung oder mindestens zwei Jahre andauernde berufliche Tätigkeit.

Wer als Berufstätiger oder Berufstätige mit abgeschlossener Ausbildung und anschließender, mindestens zwei Jahre andauernder beruflicher Tätigkeit ein Fernstudium aufnehmen möchte, aber keine Fortbildungsprüfung abgelegt hat, kann dennoch per Gasthörerschaft mit Eingangsprüfung zum Studium zugelassen werden.

Studium ohne Abitur an der HFH

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