Zahl der Studierenden ohne Abitur erreicht Rekordhoch
Aktualisiert am 25.03.2026
Die Zahl der Studierenden ohne Abitur ist derzeit auf dem Höchststand. Im Jahr 2024 lag sie laut einer Analyse des Gütersloher Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) erstmals bei über 10.000. Insgesamt haben seit der bundesweiten Öffnung der Hochschulen für beruflich Qualifizierte im Jahr 2009 schon knapp 105.000 Menschen ohne Abitur einen Bachelor- oder Masterabschluss erworben.
Ein Fernstudium ohne Abitur überzeugt durch Flexibilität und Praxisbezug
Nicht nur der erleichterte Zugang, sondern auch die Studienbedingungen spielen bei der Entscheidung für eine akademische Weiterbildung eine Rolle. Besonders private Fernhochschulen, zu denen auch die HFH zählt, werden bei Studieninteressierten immer beliebter.
Die Gründe dafür liegen in dem hohen Anteil an Online-Lehre und der freien Wahl von Studienzeit- und Ort. Diese Flexibilität ermöglicht es auch Menschen im Beruf oder mit Kind ein Studium aufzunehmen.
Ein weiterer Vorteil der privaten Fernhochschulen ist der starke Praxisbezug. Im Fernstudium an der HFH werden die Inhalte laufend an gesamtwirtschaftliche und digitale Entwicklungen angepasst, um eine interdisziplinäre akademische Ausbildung mit hohem Aktualitätsbezug zu ermöglichen. Zudem können sich unsere Studierenden ihre bisherigen Berufserfahrungen anrechnen lassen, um schneller und effektiver zu studieren.
Das Durchschnittsalter der Studierenden ohne Abitur liegt bei 30 Jahren
Auch bezüglich der demographischen Daten der Studierenden ohne Abitur hat das CHE Daten erhoben. Diese zeigen, dass Erstsemester*innen ohne Abitur mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren rund acht Jahre älter als ihre Kommiliton*innen mit einer allgemeinen Hochschulreife oder Fachhochschulreife.
Die meisten von ihnen haben sich 2024 in Bremen, Thüringen und Hamburg eingeschrieben. Die Schlusslichter bilden prozentual gesehen die Bundesländer Baden-Württemberg und Brandenburg sowie Sachsen und Schleswig-Holstein.
Geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Studierenden ohne Abitur
Im Zeitverlauf zwischen 2016 und 2024 ist der Anteil der weiblichen Studienanfänger*innen ohne Abitur um 6,8 Prozent gestiegen. Vor zehn Jahren haben hier noch Männer dominiert, doch das Verhältnis hat sich seit 2020 immer weiter verschoben.
Die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften gehören bei beiden Geschlechtern zu den beliebtesten Studienfächern. Anders verhält es sich in den Ingenieurwissenschaften, wo die Männer mit einem Abstand von rund 29% eindeutig vorne liegen. Einen signifikanten Geschlechterunterschied gibt es auch im Bereich der Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften, wo der Anteil der Frauen ohne Abitur knapp 23% beträgt, der Anteil der Männer jedoch nur bei knapp 10% liegt.
Das Interesse an Gesundheitswissenschaften wächst weiter
Obwohl die Gesundheitswissenschaften und die Humanmedizin seit vielen Jahren "nur" auf Platz drei der beliebtesten Studienbereiche rangieren, ist dort ein anhaltender Wachstumstrend zu beobachten. Hier wurde mit 16,6% ein neuer Höchstwert erreicht. Dieser resultiert vor allem aus dem Zulauf in den gesundheitswissenschaftlichen Studiengängen.
Die Fächergruppe Gesundheitswissenschaften wurde im Bericht des CHE in vier Studienbereiche unterteilt. Hier liegt das Studienfach Gesundheitswissenschaften/-management mit 31,2% Studienanfänger*innen ohne Abitur vorn, gefolgt von Pflegewissenschaften/-management mit 29,7 %. Auf den Plätzen drei und vier liegen die Studienbereiche Nichtärztliche Heilberufe/Therapien (26 %) und Gesundheitspädagogik (13,2 %).
Zulassungsvoraussetzungen für Studieninteressierte ohne Abitur
Falls wir dein Interesse für ein Studium geweckt haben, möchten wir dir hier noch einen kurzen Überblick über unsere Zulassungsvoraussetzungen für Studieninteressierte ohne Abitur geben. Grundsätzlich hast du zwei Möglichkeiten, ein Fernstudium bei uns zu starten:
- mit abgeschlossener Berufsausbildung und anerkannter Fortbildungsprüfung
- mit abgeschlossener Berufsausbildung, Berufstätigkeit (2 Jahre) und Gasthörerschaft mit Eingangsprüfung (ohne anerkannte Fortbildungsprüfung)
Eine anerkannte Fortbildungsprüfung liegt z. B. vor, wenn du über den Titel der Meisterin bzw. des Meisters oder der Fachwirtin bzw. des Fachwirtes verfügst. Eine Gasthörerschaft kommt für alle ohne anerkannte Fortbildungsprüfung in Frage und umfasst maximal zwei Semester, in denen man durch das Bestehen zweier modulspezifischer Klausuren die Hochschulzugangsberechtigung erlangt.
Hier findest du alles, was du zum Studieren ohne Abitur an der HFH wissen musst.