von Anja Segschneider
26.08.2021 | Fernstudium-Tipps

Es gibt wohl kaum jemanden, der Prüfungen mag. Trotzdem kommen wir im Studium einfach nicht drum herum, um die lästigen Prüfungen. Doch mit der richtigen Prüfungsvorbereitung ist alles nur halb so schlimm. Hier unsere Tipps zur Prüfungsvorbereitung.

Richtige Lernmethode

Welche Lernmethode für euch am geeignetsten ist, hängt von eurem Lerntyp ab. Es gibt auditive, visuelle, kommunikative und kinästhetische Lerntypen. Ob ihr also lieber allein oder im Team lernt, mit Videos oder Texten, wisst ihr selbst am besten. Vergesst aber nicht, die Lernmethode gelegentlich zu wechseln. Denn der optimale Lernerfolg stellt sich nur ein, wenn ihr verschiedene Methoden kombiniert.

Optimale Uhrzeit zum Lernen

Nicht jeder hat denselben Biorhythmus. Manche Menschen sind Frühaufsteher und direkt früh am Morgen am leistungsfähigsten. Andere schleppen sich gequält aus dem Bett und sind erst spät am Abend bei ihrem Leistungshoch angelangt. Je nachdem, ob ihr eine Lärche oder eine Eule seid, solltet ihr auch eure Lernzeiten planen. Dann schafft ihr mit halb so viel Aufwand doppelt so viel Stoff.

Die richtige Lernumgebung

Suche dir eine geeignete Lernumgebung. Bedenke dabei, dass absolute Ruhe nicht für jeden die beste Lösung ist. Manche Leute können sich besser auf einer Picknickdecke im Park konzentrieren als in der Bibliothek – und das ist vollkommen okay. Such dir deine Lernumgebung daher nicht danach aus, was im Allgemeinen als bester Lernort gilt, sondern danach, was dir am meisten hilft. Bist du ein „Schreibtischlerner“, versuche aber, deinen Arbeitsplatz möglichst ordentlich zu halten. Das hat Einfluss auf deine Konzentration.

Merkhilfen erstellen

Merkhilfen und Eselsbrücken sind eine großartige Gedächtnisstütze! Eine weit verbreitete Methode ist etwa, sich aus zu lernenden Begriffen einen Satz zu basteln. Hilfreich ist es auch, sich Bilder zu einem bestimmten Begriff oder einem bestimmten Konzept vorzustellen. Oder versuch doch mal dir eine Liste zu erstellen und dir zu merken, wie viele Begriffe auf dieser Liste sind und mit welchem Anfangsbuchstaben sie beginnen. So merkst du gleich, wenn du einen Begriff vergessen hast.

Lerngruppe finden

Such dir eine Lerngruppe, wenn du ein kommunikativer Lerntyp bist. Manche Menschen können sich Dinge besser merken, indem sie sie anderen erklären oder darüber diskutieren. Außerdem kannst du dir in einer Lerngruppe auch deine Fragen beantworten lassen und merkst, wenn du einen wichtigen Punkt in deiner Vorbereitung vergessen hast.

Üben, Üben, Üben

Ohne Wiederholung läuft leider gar nichts. Du wirst die Zeit investieren und deinen Stoff immer wieder durchgehen müssen. Sorry! Aber auf das Ergebnis kommt es doch an, oder? Erledige auch Übungsaufgaben oder gehe vor der Prüfung noch einmal alle Übungsaufgaben durch, die du bereits erledigt hast.

Gesund leben

Eine gesunde Lebensweise reduziert Stress und ist ein effektives Hirndoping. Du solltest also gerade in stressigen Prüfungsphasen darauf achten, dich ausgewogen zu ernähren und viel zu bewegen. Wer irgendwann den ganzen Tag auf der Couch liegt, lernt und dabei Kartoffelchips in sich hereinstopft, gerät schnell in ein Stimmungstief. Nicht eben hilfreich, wenn die Prüfung sowieso schon eine Herausforderung ist. Daher solltest du auch Pausen und Ausgleich nicht vergessen. Es nützt dir nichts, wenn du zwar den Stoff 100 Mal durchgegangen bist, am Prüfungstag aber so sehr mit den Nerven am Ende bist, dass dir nichts mehr davon einfällt.
 

Gut planen

Eine gute Planung hilft dir gleich in mehrfacher Hinsicht: Du fängst früh genug mit der Vorbereitung an und gerätst nicht in letzter Sekunde in Stress, du weißt wo deine Schwächen liegen und kannst früh genug daran arbeiten und du wirst viel sicherer, weil du das Gefühl hast, die Sache im Griff zu haben. Daher:

  1. Plane dein Semester frühzeitig
  2. Fasse dir den Stoff schon während des Semesters zusammen
  3. Erstelle einen Lernplan mit konkreten Zeiträumen
  4. Vergiss nicht, Pausen in deinen Plan einzubauen
  5. Fange früh genug an zu lernen

 

8 Wochen vorher

Falls du es während des Semesters nicht geschafft hast, fass dir das Material in Kurzform zusammen. So musst du nicht alles immer wieder durchlesen. Notiere dir Fragen, die du noch hast und kläre sie ab. Erstelle dir eigene Lernmaterialien wie Karteikarten. Suche dir eine Lerngruppe.
 

4 Wochen vorher

Sieh dir an, welchen Stoff du bereits beherrschst und welchen nicht. Mache daraus zwei verschiedene Stapel. Gehe den Stoff im Stapel „noch nicht gelernt“ öfter durch als den anderen Stoff. Wenn du etwas verstanden und gelernt hast, wandert es auf den „verstanden“ Stapel. Sieh zu, wie der „noch nicht gelernt“ Stapel schrumpft und freue dich darüber!
 

2 Wochen vorher

Wiederhole den gesamten Stoff noch einmal. Gehe dabei explizit auf die Stellen ein, die du noch nicht verstanden hast. Notiere dir erneut noch offene Fragen. Kläre sie mit Dozent:innen oder deiner Lerngruppe. Notiere dir die wichtigsten Begriffe und sorge dafür, dass du diese auch im Schlaf beherrschst. Reduziere den Lernstoff: Erstelle dir verkürzte Exzerpte mit nur den wichtigsten Konzepten und Begriffen.
 

1 Woche vorher

Endspurt! In der letzten Woche solltest du dich auf das Wichtigste beschränken. Gehe deine eigenen Zusammenfassungen und Karteikarten durch. Sorge dafür, dass das Wichtigste sitzt. Nun ist keine Zeit mehr, nochmal alles durchzulesen. Das meiste kannst du bereits. Vertrau dir!
 

1 Tag vorher

Auszeit! Ja, ganz recht. Einen Tag vor der Prüfung solltest du dir freinehmen und nicht panisch in einer Marathonsitzung so viel wie möglich in dein Kurzzeitgedächtnis hämmern. Das stresst dich nur und Stress reduziert deine Leistungsfähigkeit. Und glaube mir: Was du in den vergangenen Wochen nicht gelernt hast, lernst du nun auch nicht mehr. Sei deshalb lieber nett zu dir selbst und gönn dir Ruhe vor dem Sturm.

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