Erfahrungen im HFH-Fernstudium

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Fernstudium mit Großfamilie

Interview mit HFH-Absolventin Janine Mandic – Bachelor Gesundheits- und Sozialmanagement und Master Management im Gesundheitswesen

HFH-Studentin Janine Mandic auf einem Familienfoto mit ihren Kindern

Dass ein Studium auch neben der Betreuung einer Großfamilie mit sechs Kindern möglich ist, zeigt die Geschichte von Janine Mandic (37). Nachdem das zweite Kind der Gesundheits- und Krankenpflegerin geboren wurde, begann sie ein Bachelorstudium in Gesundheits- und Sozialmanagement an der HFH.
Während des Studiums wurde sie drei weitere Male schwanger, machte aber trotzdem in kürzester Zeit ihren Abschluss. Wenig später begann sie ihr Masterstudium in Management im Gesundheitswesen, das sie nun bald beendet. In Zukunft würde sie gern selbst an einer Hochschule lehren. Dabei hat sie sich lange gar nicht an ein Studium herangewagt.

Liebe Frau Mandic, Sie kümmern sich um eine Großfamilie von sechs Kindern und studieren. Wie managt man das?

Gute Organisation! Und es waren ja nicht das gesamte Studium über sechs Kinder. Als ich mit dem Bachelor angefangen habe, waren es zwei. Die Familie ist inzwischen auf sechs Kinder gewachsen, aber auch das bekommt man hin. Das Gute an meinem Fernstudium war, dass ich vorausplanen konnte. Zum Beispiel werden Klausurtermine an der HFH immer früh veröffentlicht, was mir sehr geholfen hat. Ich konnte mich gut mit meinem Mann abstimmen, wer wann auf die Kinder aufpasst.
Außerdem lerne ich, wann immer ich einen ruhigen Moment habe: Wenn die Kinder schlafen, wenn sie gerade in der Kita sind und so weiter. Ich habe eigentlich immer einen Studienbrief dabei und sehe rein, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

 

Sie sind ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin. Wieso haben Sie sich mitten im Berufsleben für ein Studium entschieden?

Nach dem Abitur haben fast alle meine Freunde ein Studium angefangen, ich wollte aber lieber arbeiten. Daher habe ich eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin absolviert. Mir hat die Arbeit Spaß gemacht und ich habe später auch in vielen verschiedenen spannenden und wichtigen Bereichen gearbeitet, wie etwa der Früh-Reha, der Stroke Unit und der onkologischen Ambulanz. Trotzdem habe ich mich immer öfter gefragt, ob ich nicht noch mehr kann, ob ich nicht auch ein Studium geschafft hätte.


Dann habe ich mein zweites Kind bekommen und mir wurde klar, dass ich nicht mehr im Schichtdienst arbeiten möchte und mich weiter entwickeln will. Das war letztendlich für mich der endgültige Anstoß, doch noch ein Studium anzufangen. Als ich dann den Bachelorabschluss geschafft habe, war das ein tolles Gefühl. Ich habe mich gleich auch für den Master angemeldet.

 

In Ihrer Masterarbeit befassen Sie sich ebenfalls mit dem Thema Familie. Hat sich das aus ganz praktischen Gründen ergeben?

In meiner Bachelorarbeit hatte ich ein Thema gewählt, das zwar fachlich interessant war, mich persönlich aber nicht gefesselt hat. Ich wollte daher in meiner Masterarbeit ein Thema behandeln, mit dem ich mich auch über längere Zeit gern beschäftige, ohne die Motivation zu verlieren. Derzeit plane ich, für den Masterabschluss die Internetpräsenz diverser Kliniken auf Familienfreundlichkeit zu untersuchen. Also, wie ansprechend sind sie als Arbeitgeber, wie schnell lassen sich Angebote für Arbeitnehmer mit Kindern finden und so weiter. Das betrifft mich persönlich, daher mache ich mir um die Motivation keine Sorgen.

 

Wie kamen Sie auf das Fernstudium an der HFH?

Unter Pflegekräften hat die HFH einen hervorragenden Ruf. Ich kannte die Hochschule also vom Hören. Grundsätzlich ist für mich nur ein Fernstudium in Frage gekommen, denn ein Präsenzstudium hätte ich zeitlich gar nicht mit meiner Familie vereinbaren können.


Ich bin irgendwann zu einer Infoveranstaltung für den Bachelor Gesundheits- und Sozialmanagement an der HFH bei mir vor Ort gegangen. Mir hat das Konzept gleich sehr gut gefallen und das Studienangebot hat gepasst. Ich wollte zwar mein Wissen aus dem Gesundheitswesen vertiefen, aber auch die Möglichkeit bekommen, mich auch für Einsatzbereiche außerhalb des Krankenhauses zu qualifizieren. Daher war das Studium genau das, was ich gesucht hatte.

 

War das Studium so, wie Sie es sich erhofft haben? Hat es Sie weitergebracht?

Auf jeden Fall! Früher habe ich mich immer darüber geärgert, dass wir im Krankenhaus so knapp besetzt waren und niemand etwas daran geändert hat. Im Studium ist mir dann klar geworden, dass es leider nicht so einfach ist, Dinge im Gesundheitswesen zu ändern. Man bekommt im Studium aus meiner Sicht ein besseres Verständnis für die größeren Zusammenhänge.

 

Was haben Sie nach Ihrem Masterabschluss vor?

Derzeit habe ich ehrlich gesagt nur den Master im Blick. Aber ich könnte mir sehr gut vorstellen, später als Wissenschaftliche Mitarbeiterin zu arbeiten. Mir gefällt das Hochschulumfeld sehr.

 

Haben Sie Tipps für andere Eltern, die studieren (wollen)?

Ich halte es für sehr wichtig, dass man einen Partner oder eine andere Person hat, die einen unterstützt. Wenn ich mich zum Beispiel intensiv auf eine Klausur vorbereitet habe, dann hat mein Mann sich um die Kinder gekümmert und dafür gesorgt, dass ich genug Ruhe zum Lernen hatte. Man muss sich gut abstimmen, dann ist das alles machbar.

 

Bachelor Gesundheits- und Sozialmanagement

Master Management im Gesundheitswesen

Studieren mit Kind an der HFH

 

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