Erfahrungen im HFH-Fernstudium

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„In der Pflege benötigt man zunehmend Wissen in Management, Kommunikation, BWL und Führung“

Katharina Gerkens mit Blumenstrauß vor blauem Hintergrund

 

Katharina Gerkens arbeitet im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und studiert parallel im Fernstudium an der HFH. Einen Bachelor in Pflegemanagement hat sie bereits, aktuell studiert sie den Master Management im Gesundheitswesen.

Durch ihren akademischen Abschluss ist ihr ein beruflicher Aufstieg im UKE gelungen: Nicht zuletzt durch ihren Bachelorabschluss wurde sie 2015 Stationsleiterin der Klinik für Intensivmedizin und trägt dort nun die Verantwortung für 37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zusammen mit ihrem Team stellt sie sicher, dass die Patientinnen und Patienten pflegerisch bestmöglich versorgt sind.

Neben dieser anspruchsvollen Aufgabe leitet sie zudem ein Projekt zur Weiterentwicklung von Pflegekräften in diesem immer komplexer werdenden Beruf. Beim Pflegemanagement-Award 2020 des Bundesverbands Pflegemanagement stellte sie ihr Projekt zur Integration von akademisierten Pflegekräften (Advance Practice Nurses) vor.

Dafür und für ihr Führungsverständnis wurde sie bei der Wahl zur Nachwuchsmanagerin des Jahres mit dem 2. Platz ausgezeichnet.

Im Interview berichtet die 34-Jährige über die Herausforderungen als Stationsleiterin im UKE und ihre Erfahrungen mit dem berufsbegleitenden Fernstudium an der HFH. 

Hallo Frau Gerkens, herzlichen Glückwunsch zum 2. Platz als Nachwuchs-Pflegemanagerin des Jahres! Wofür wurden Sie genau ausgezeichnet?

Ich habe beim Pflegemanagement-Award über mein Führungsverständnis referiert und insbesondere den Zusammenhang zwischen der Qualität in der Pflege und der Mitarbeiterbindung dargestellt.

Dabei habe ich den Punkt „Weiterentwicklung von Pflegekräften“ aufgegriffen und habe hier mein Projekt der Integration von akademisierten Pflegekräften (Advance Practice Nurses - APN) in der Klinik für Intensivmedizin im UKE vorgestellt.
 

Sie haben sich für zwei managementorientierte Studiengänge entschieden. Warum braucht man auch in der Pflege immer mehr Managementwissen?

Weil die Aufgaben immer komplexer werden. Das Berufsbild der Pflege verändert sich rasant. Auf diese Veränderungen müssen wir uns täglich einstellen und in der Lage sein, diese Veränderungen mitzugestalten.

Dafür braucht man gute Kenntnisse in den Bereichen Management, Kommunikation, BWL, und Führung.

Deshalb waren die Themen Kommunikation, Change-Management und der gesamte Bereich Finanzierung während des Studiums auch am interessantesten für mich. Sie helfen mir, das System gut zu verstehen und mich im System Krankenhaus zu bewegen.
 

Warum haben Sie sich für ein Fernstudium an der HFH entschieden?

Ich habe diesen Weg gewählt, weil es eine gute Möglichkeit ist, Theorie und Praxis zusammen zu bringen.

Als Hochschule habe ich die HFH gewählt, weil das System für mich optimal ist: Mit den wenigen Präsenzen und dem hohen Anteil der eigenen Bearbeitung der Studienbriefe ist das Studium für mich als berufstätige Mutter von zwei Kindern perfekt zu realisieren.

Im HFH-Fernstudium kann ich meine Zeit für das Arbeiten, das Studium und die Familie weitestgehend flexibel planen und organisieren. Die große Flexibilität war für mich definitiv ausschlaggebend.
 

Konnten Sie von Ihrem Hochschulabschluss bereits profitieren? Inwiefern?

Ich war zuvor stellvertretende Stationsleitung und habe die Stelle als Stationsleitung bekommen, während ich gerade in meinem Bachelorstudium war.

Generell spielt mein Studium an der HFH also eine wichtige Rolle bei meinem beruflichen Aufstieg und für die Übernahme neuer Aufgaben.

Auch für mein Projekt „Integration von APNs in der Klinik für Intensivmedizin am UKE“ war mein akademischer Abschluss wichtig, durch ihn habe ich die Verantwortung für das Projekt übertragen bekommen.

Pflegerin in Berufskleidung am Arbeitsplatz

Katharina Gerkens an ihrem Arbeitsplatz im Universitätsklinikum Eppendorf (UKE). (Foto: privat)

Wie sieht ein typischer Arbeitstag als Stationsleiterin eines Universitätskrankenhauses aus?

Ich starte meinen Tag direkt auf meiner Station und verschaffe mir einen Überblick über unsere Patientinnen und Patienten und die Personalsituation.

Indem ich die morgentliche Visite begleite, bekomme ich direkt einen Überblick, wie hoch der Pflegeaufwand der Patienten auf der Station an diesem Tag ist.

Je nach aktueller Situation auf der Station und Arbeitsaufwand unterstütze ich die Mitarbeiter_innen vor Ort und pflege die Dienstveränderungen im IT- System ein.

Danach bereite ich mich auf Gespräche oder Termine vor, arbeite an aktuellen Projekten, führe Mitarbeiterjahresgespräche oder Gespräche in der Einarbeitung. Bei Bedarf organisiere ich ethische Fallbesprechungen oder kümmere mich um aktuell auftretende Probleme.

Jeden Mittag treffe ich mich mit meinen Leitungskollegen der Abteilung, um die Personalsituation für die nächsten 24 Stunden sicherzustellen.

Dann startet der Spätdienst und ich bin wieder bis 15 Uhr auf der Station, um den direkten Kontakt zu den Mitarbeitern zu pflegen.
 

Wie organisieren Sie das Studium neben Beruf und Familie?

Ich kann meinen Dienst relativ eigenständig planen. So kann ich die Termine für die unterstützenden Präsenzen im Studium berücksichtigen. Bei familiären Angelegenheiten unterstützen mich bei Bedarf glücklicherweise meine Angehörigen.
 

Was würden Sie Studienanfängern raten, worauf sollen diese achten?

Ich würde empfehlen, möglichst immer an den Präsenzen teilzunehmen, weil man Kontakt zu den Kommilitonen bekommt und sich mit den Dozenten gut austauschen kann.

Es hilft auch, sich einen guten Zeitplan für das Semester zu machen, damit man die Prüfungen und Komplexen Übungen oder Hausarbeiten in der vorgesehenen Zeit gut schafft.

Und ich würde empfehlen zu versuchen, das Studium in der vorgegebenen Zeit durchzuführen.

 

Vielen Dank für Ihre Antworten!

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