Erfahrungen im HFH-Fernstudium

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Eine berufsbegleitende Weiterbildung weckt bei Manuel Locher die Motivation für ein Fernstudium.

Manuel Locher studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der HFH und arbeitet parallel in Vollzeit als Prüftechniker. Für die Zeit nach seinem Bachelor hat er große Pläne: Er möchte vermutlich noch ein Masterstudium absolvieren, eine Fremdsprache erlernen und noch mehr berufliche Verantwortung übernehmen.
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Portrait Manuel Locher

Guten Tag Herr Locher. Können Sie mir etwas zu Ihrem bisherigen beruflichen und akademischen Werdegang erzählen?

Im September 2013 habe ich meine Ausbildung bei Hensoldt (damals Cassidian) angefangen und im Februar 2017 absolviert. Mein erfolgreicher Abschluss hat dann die Motivation nach einer Weiterbildung geweckt.

Ich habe mich dann für eine berufsbegleitende Weiterbildung zum staatlich geprüften Elektrotechniker entschieden, während ich weiterhin Vollzeit als Integrations- und Wartungsfachkraft im elektrischen Prüffeld gearbeitet habe.

Nach der Weiterbildung war für mich sofort klar, dass ich mein Potenzial noch mehr ausschöpfen möchte, weshalb ich mich für ein Fernstudium an der HFH entschieden habe. Derzeit befinde ich mich im 3. Semester im Fernstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen (B.Eng.) und bin parallel weiterhin in meinem Job tätig.
 

Wie hat Ihr Arbeitgeber auf die Entscheidung parallel zu studieren reagiert?

Das Feedback meiner Vorgesetzten zu meinem Fernstudium ist durchweg positiv ausgefallen. Zudem werde ich von meinem Unternehmen sehr gut unterstützt. Zum Beispiel ist es in den Prüfungsphasen kein Problem, dass ich mir meine Arbeit zeitlich flexibel einteile und mal den einen oder anderen Tag spontan frei nehme.

Außerdem bekommt man bei mir im Unternehmen auch immer die Möglichkeit sich persönlich und praxisbezogen weiterzubilden.
 

Wie können Sie das Wissen aus Ihrem Fernstudium bei Ihrer Tätigkeit als Prüftechniker anwenden?

Gerade durch meine technisch vertiefte Ausbildung hat mir oft der Bezug zu den betriebswirtschaftlichen Themenfeldern gefehlt. Durch das Studium an der HFH besitze ich nun ein breiteres Basiswissen in diesen Themengebieten und kann zum Beispiel auch bei Gesprächsrunden mit der Projektleitung aktiver teilnehmen als vorher.

Zudem habe ich durch das Fernstudium eine strukturierte und effiziente Arbeitsweise erlernt, die ich auch gut in den Arbeitsalltag integrieren kann.
 

Welche Themen Ihres Studiums finden Sie bisher besonders spannend und auf was möchten Sie sich in Zukunft spezialisieren?

Mir bereiten die rechenintensiven Fächer sehr viel Spaß. Aufgrund meiner beruflichen Erfahrungen habe ich jedoch zwei Favoriten für die spätere Spezialisierung:

Zum einen finde ich den Schwerpunkt Ingenieurpsychologie und Management komplexer Problemsituationen sehr spannend, da das Arbeiten mit Menschen jeden Tag neue Herausforderungen mit sich bringt und es in meinen Augen fundamental wichtig ist, diese Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen, um einen nachhaltigen Unternehmenserfolg zu gewährleisten.

Außerdem kann ich mir ebenfalls sehr gut den Schwerpunkt Finanzmanagement vorstellen, da mich dieses Themengebiet persönlich sehr interessiert.


Sie besuchen derzeit ein Entwicklungsprogramm für Mitarbeiter. Was sind Themen und Ziele dieser Weiterbildung?

In dem Entwicklungsprogramm geht es darum, das Netzwerk innerhalb des Unternehmens zu fördern und dabei auch die Potentiale der Mitarbeitenden zu identifizieren und zu fördern z.B. durch Workshops und Coachings.

Wie auch bei einem Fernstudium sind hier das persönliche Zeitmanagement und die Koordination der unterschiedlichen Aufgaben sehr wichtig.
 

Wie gelingt es Ihnen trotz Fernstudium und Vollzeitjob noch genügend Freizeitausgleich zu finden?

Ich versuche Sport im Alltag durch feste Zeiten zu integrieren. Zum Beispiel fahre ich im Sommer mit dem Fahrrad (19km) zu Arbeit oder besuche das Fitnessstudio vor Arbeitsbeginn. Durch solche Routinen fällt es mir leichter alle Punkte am Tag abzuarbeiten.

Ebenso plane ich mir jeden Tag Zeitslots von ein bis zwei Stunden für das Lernen ein. So habe ich auch abends oder an den Wochenenden genügend Zeit für Erholungsphasen, welche meiner Meinung nach extrem wichtig sind.

Zudem ist es dann auch nicht schlimm, wenn mal die Motivation für das Lernen fehlt, da solche Phasen durch das kontinuierliche Lernen kompensiert werden.
 

Welche Pläne haben Sie für die Zeit nach Ihrem Studienabschluss?

Beruflich möchte ich auf jeden Fall einen Schritt nach vorne machen und mehr Verantwortung übernehmen um mich dadurch auch persönlich weiter zu entwickeln.

Akademisch spiele ich momentan mit dem Gedanken noch einen berufsbegleitenden MBA (Master of Business Administration) dranzuhängen, wenn es die berufliche und persönliche Situation zulässt.

Darüber hinaus möchte ich gerne meine Englischkenntnisse vertiefen und eventuell eine zweite Fremdsprache, am liebsten Spanisch, erlenen.
 

Vielen Dank für Ihre Antworten!

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