Transkript Podcast Entstehung neuer Studiengänge 3
Prof. Dr. Birgit Schröder
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge der mittlerweile dritten Folge in unserer kleinen Reihe, wie ein neuer Studiengang entsteht. Wir nehmen diese Folge zwei Tage nach unserem besonderen Termin auf, den wir Anfang der Woche hatten. Wir hatten die Gutachter im Haus, äh, die sogenannte Vor-Ort-Begehung und wir wollten mit euch ein paar Eindrücke teilen, bisschen erklären, wie war die Vorbereitung, wie läuft so 'n Termin ab und dann natürlich auch 'n kleinen Ausblick darauf geben: Wie geht's denn jetzt eigentlich weiter? Was sind so die nächsten Schritte? Und ich freu mich sehr, dass ich das alles nicht alleine machen muss, äh, sondern dass ich meinen Lieblingskollegen dabei hab. Derjenige, der sich das Ganze ausgedacht und den Studiengang entwickelt hat. Hallo Benni, schön, dass du da bist.
Prof. Dr. Benjamin Bohn
Hi. Schön, dass ich heut wieder da sein kann. Ja, nach diesen aufregenden Tagen.
Prof. Dr. Birgit Schröder
Genau, du kannst ja auch noch von deinem aufregenden Rückflug berichten, wenn wir die Zeit noch haben. Das doch vielleicht-
Prof. Dr. Benjamin Bohn
Das mach ich sehr gern. Das mach ich sehr gern.
Prof. Dr. Birgit Schröder
Okay, genau. Also wir hatten ja aufgehört, dass wir berichtet hatten, es stünde jetzt, nach Einreichung der Unterlagen, routinemäßig die sogenannte Vor-Ort-Begehung an. Und wir nehmen euch einfach mal mit, wie läuft so was ab? Benni, willst du einfach mal starten, so mit den Vorbereitungen?
Prof. Dr. Benjamin Bohn
Genau, also die erste Sache, die wir gemacht haben, noch jetzt nach unserer letzten Aufnahme, war ja auch noch mal die ganzen Teams zu briefen. Das Team der Berufspädagogik und dein Team ja auch, in dem wir uns noch mal in 'ner großen Runde getroffen haben, noch mal unsere ganzen Ideen dargestellt haben und jeden so auf einen Level gebracht haben. Das war Nummer eins und dann ging's natürlich weiter mit, ähm, unterschiedliche Teilbereiche jetzt noch weiter zu informieren. Zum Beispiel haben unsere Assistentinnen in unserem Fachbereich die ganzen Räume organisieren müssen. Wir mussten fürs leibliche Wohl ja dann auch sorgen, das ja auch wichtig ist. Es muss Kaffee da sein, es muss Wasser da sein, es muss was zum Essen da sein. Kekse, hab ich gelernt, scheinen sehr wichtig zu sein in dem Kontext. Ähm, genau, wir haben uns noch mal mit dem Marketing besprochen vor dem Termin, um sicher zu sein, dass wir mit unserer Timeline gut zurechtkommen, dass wir wissen, wie wir kommunizieren wollen, was wir kommunizieren wollen. Und dann natürlich die individuelle Vorbereitung, die jeder von uns gemacht hat, inklusive der Anreise nach Hamburg.
Prof. Dr. Birgit Schröder
Genau, und da ist es immer so, dass wir von der zuständigen Agentur so einen Ablaufplan bekommen, wo quasi so Uhrzeiten drinstehen. Also was Genau, und, äh, da ist es immer so, dass wir von der zuständigen Agentur so einen Ablaufplan bekommen, wo, ähm, quasi so Uhrzeiten drinstehen.. Also weiß, was ich, es fängt vierzehn Uhr mit der, mit dem ersten Block an und dann gibt es so Gesprächsblöcke und unsere Aufgabe besteht dann immer darin, diejenigen Personen, die für diese Gesprächsblöcke wichtig sind, ähm, natürlich mitzunehmen, einzuladen, dafür zu sorgen, dass alle da sind, dass möglichst keiner Urlaub hat, wenn jemand krank ist, für Ersatz zu sorgen und, äh, den Tag zu planen. Und man, man muss sich das so vorstellen, dass in der Regel das so läuft, dass die mittags anreisen, die Gutachter, dann, ähm, dort so bis, ja, achtzehn, neunzehn Uhr, äh, Besprechungen stattfinden, dann gehen die ins Hotel, ähm, und kommen dann am nächsten Morgen wieder. Da startet das regelhaft bis, äh neun und geht so bis nachmittags, äh, vierzehn, fünfzehn Uhr. Und, ähm, an diesen Terminen sind eben unterschiedliche Personengruppen, sag ich mal, beteiligt. Das ist natürlich immer dabei, die, die Studiengangsleitung. Dann gibt es Blöcke mit der Hochschulleitung. Es gibt Blöcke mit Studierenden, da ist niemand dabei. Ganz wichtig, damit die sich in Ruhe austauschen können. Und dann gibt es aber eben auch, ähm, Blöcke, wo natürlich die wissenschaftlichen Mitarbeitenden dabei sind, wo, ähm, wenn das gewünscht wird. In meinem Studiengang hatten wir zum Beispiel auch jemand aus 'm Prüfungsamt dabei, aus 'm Studierendenservice. Das war jetzt hier nicht, aber wir hatten die Kollegin aus 'm QM dabei. Ähm, wir hatten jemanden vom Moodle-Team dabei und, ähm, so, ähm, läuft so ein Tag und er beginnt eben immerhin, ähm, damit, dass der erste Block, finde ich, immer der anstrengendste ist, so für uns als Betroffene, weil da kommen die ganzen kritischen Fragen, die Sie auf der Bahnfahrt sich nach Hamburg überlegt haben. Und je nach Kommission, je nach Zusammensetzung und auch je nach Vorbereitung gehen die dann mal mehr, mal weniger in die Tiefe. Ich find, bei uns waren sie sehr in der Tiefe, oder?
Prof. Dr. Benjamin Bohn
Ja, definitiv. Und das, da sieht man auch mal bei den ganzen beteiligten Personen, was das für ein komplexes Konstrukt eigentlich darstellt, dass man so viele Personen zu so vorgegebenen Terminen eben auch in einem Raum versammeln kann, aus so vielen verschiedenen Fachbereichen, sei es jetzt Hochschulleitung, sei es Moodle-Team, die müssen ja alle da sein. Ja, wir haben 'ne Hausführung organisiert. Da muss man auch jemand finden, der sich vor Ort gut auskennt und der das alles von Grund auf zeigen kann, der vielleicht auch so die Entwicklung beschreiben kann, die die HFI in den letzten Jahren genommen hat, wo wir früher waren. Das hab ich auch nicht gewusst. Ja, und von daher ist das schon 'ne sehr aufregende Sache erst mal, bevor das Ganze anfängt. Inklusive dem Moment, wo man dann von unten sieht, dass die kommen.
Prof. Dr. Birgit Schröder
Ja, genau. Und wir können vielleicht auch noch mal sagen: Wer ist denn eigentlich in so einer Kommission dabei? Da gibt es in der Regel zwei Kollegen von anderen Hochschulen aus dem jeweiligen Fachgebiet. In der Regel gibt es eine Person, die die sogenannte Berufspraxis vertritt. Das war jetzt in unserem Fall quasi 'ne Behörde. Und dann gibt es immer jemanden, der grade studiert oder grade fertig geworden ist, also die Studierendenperspektive. Und dann gibt es immer jemanden als Referenten eben von so einer Agentur, der das Ganze organisiert, leitet, moderiert, mitschreibt, dafür sorgt, dass der Zeitplan eingehalten wird, sodass man eben in der Regel mit vier Personen als Gutachtergremium aufgestellt ist und einem Referenten. Das ist dann eigentlich so 'ne ganz klassische Besprechungsatmosphäre. Für mich so 'n bisschen ungewöhnlich war, dass man hier so drauf geachtet hat, dass man sich so quasi frontal gegenübersitzt, aber kann man ja machen. Bei meinem eigenen Studiengang war das 'n bisschen durchmischter, aber das ist ja auch okay. Und, genau, du hast die Hausführung erwähnt und wir hatten noch eine tolle Führung durch unser Studienzentrum in Essen, mit denen wir das Ganze ja später dann auch umsetzen wollen. Das war eine virtuelle Führung. Auch das hat gut geklappt, aber du hast es schon gesagt. Man führt natürlich dann auch Gespräche mit den Personen, damit die wissen, was wir gerne hätten, also was gezeigt werden soll, was vielleicht auch noch mal angesprochen werden kann, irgendwelche spannenden Forschungsprojekte. Und ich nehm immer wieder mit, dass unsere wissenschaftlichen Mitarbeitenden doch sehr aufgeregt sind, oder wie würdest du das einschätzen?
Prof. Dr. Benjamin Bohn
Ja, ja, inklusive meinem wollte ich noch dazu sagen, ich wollte Einblick in mein fragiles Nervenkostüm geben, inklusive mir, wo ich dann gemerkt hab, es kommt so langsam. Ja, ich war sonntags war ich noch relativ entspannt, da hab ich gedacht, das machen wir alles kurz und knackig und dann war's montags irgendwann dreizehn Uhr und da hab ich gemerkt, es kommt. Und unsere wissenschaftlichen Mitarbeitenden genauso, die dann auf und ab gelaufen sind, vielleicht sich doch noch was zu trinken geholt haben, bis dann endlich losgeht. Weil, und das muss man eben auch sagen, die Tatsache, dass die da sind, bedeutet ja noch lange nicht, dass wir dran sind. Das heißt, wir haben, wir haben diese Zeitslots. Das war, wenn ich mich richtig erinnern kann, Montag sechzehn Uhr oder sechzehn Uhr dreißig das erste Mal, wo wir die kennengelernt haben. Das beginnt dann mit 'ner Vorstellungsrunde, wie gesagt, in der Sitzordnung, wir gegenüber, wie in so 'ner klassischen Prüfungssituation, die sich keiner wünscht. Und da steigt natürlich die Nervosität bei jedem oder bei jeder, die das nicht routinemäßig tut. Und-
Prof. Dr. Birgit Schröder
Aber dass du aufgeregt warst, hat glaube ich, keiner gemerkt.
Prof. Dr. Benjamin Bohn
Das ist gut so. Ja. Ich habe, ich hätte es mir entspannter gewünscht, aber, ähm.
Prof. Dr. Birgit Schröder
Ich geh ja immer so 'n bisschen da rein und denke, das ist ja wie so 'n Gerichtstermin, bei dem man weiß, dass man schon verloren hat, bevor man da ist. Man weiß, was weiß ich achtzehn Uhr, egal wie's läuft, ist es vorbei und man setzt sich da einfach hin und macht das Beste draus und lässt es auf sich zukommen. Aber ich glaube, es ist noch mal ganz wichtig, dass wir sagen, was kann denn eigentlich schlimmstenfalls passieren beziehungsweise warum sind alle so aufgeregt? Also, dieser Vor-Ort-Termin endet mit einem vorläufigen Begutachtungsergebnis, in dem wir noch mal mitgeteilt bekommen: Kann dieser Studiengang zum gewünschten Starttermin an den Start gehen? Immer vorbehaltlich der Entscheidung sozusagen des Wissenschaftsrats. So. Und rein theoretisch könnte natürlich am Ende eines zweiten Tages nachmittags drei jemand kommen und sagen: "Nee, das wird nix, weil da fehlt noch eins bis 27, da muss noch nachgearbeitet werden." Das wäre das, was passieren könnte. Was auch passieren könnte, ist, dass es Auflagen gibt. Auflagen sind juristisch halt so Nebenbestimmungen zum Verwaltungsakt, die kann man, also sie sind justiziabel, ne, die kann man auch angreifen. Wenn man's nicht macht, muss man sie schlicht erfüllen. Und es gibt sogenannte Empfehlungen. Empfehlungen sind weicher, die sind sozusagen gut gemeinte Hinweise. Die kann man umsetzen, muss es aber nicht. Und wenn man sie nicht umsetzt, ist das eben nichts, woraus irgend 'ne Sanktion folgt. Das heißt, die, ähm, schlimmstmögliche Vorstellung ist tatsächlich, dass jemand sagt: "Also das, was Sie sich da als Studiengang überlegt haben, das ist ja so weit weg von der Praxis, das braucht niemand, das ist nicht anschlussfähig, die Inhalte passen nicht, die Module sind Quatsch. Also das, das haut vorne und hinten nicht hin." Das könnte passieren und das ist, glaube ich, auch immer das, was man sich so als Worst-Case-Szenario 'n Stück weit ausmalt. Und wenn man dann mit 'n bisschen Distanz raufguckt, dann ist es natürlich vielleicht wahrscheinlicher oder weniger wahrscheinlich, dass das eintritt, aber die Wahrscheinlichkeit ist natürlich auch nie null, so.
Prof. Dr. Benjamin Bohn
Richtig, richtig. Und da weiß man dann auch, ob dieses Jahr Arbeit sich gelohnt hat oder eben nicht. Das ist, glaub ich, dann der Knackpunkt. Was ich da dazu aber zu meiner Aufregung, zu unserer Aufregung als Team, noch sagen wollte: Ich hab relativ, bei mir ist das wie, wie so 'ne Blackbox. Ich geh da rein und wenn ich merk, dass die Atmosphäre in dem Raum gut ist, dann komme ich da relativ gut klar. Und ich finde, das hat man gemerkt. Ich fand die Arbeitsatmosphäre von Seiten der Gutachtenden und von uns wirklich sehr angenehm. Das war sehr konstruktiv und ich glaube, wir konnten da sogar beide Seiten was mitnehmen. Zum einen, dass wir uns als Fernhochschule noch mal präsentiert haben, wie das bei uns läuft. Das sich ja schon auch unterscheidet zu dem, was hier, was an staatlichen Hochschulen für Vorgaben gibt und eben zum anderen auch, was wir noch verbessern können oder was wir als Tipps noch aufnehmen können. Und dadurch war das relativ schnell, zumindest wie ich gedacht hab, so nach den ersten paar Vorstellungen in dieser Runde klar, dass das 'ne gute Atmosphäre wird. Und ich glaube wahrgenommen zu haben, dass das bei vielen dafür gesorgt hat, dass die Schultern wieder so, so wie mehr nach unten gegangen sind, dass man durchschnaufen kann und eben, na ja, net wartet auf das, dass irgendwie die nächste Kritik kommt. Das war's nämlich überhaupt net. Und das fand ich sehr gut.
Prof. Dr. Birgit Schröder
Genau, also kann ich auch von meiner Seite so teilen. Ich hatte jetzt ja schon 'ne ganze Reihe solcher Termine, solcher Kommissionen auch erlebt und ich find, Sie waren sehr gut vorbereitet. Und ich glaube, aus dieser sehr guten Vorbereitung kamen auch sehr kritische Nachfragen, die auch absolut berechtigt und in Ordnung sind, ne. Die können ja fragen, was sie wollen. Aber ich hatte ehrlicherweise zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass das entweder in 'ne katastrophale Richtung geht oder dass wir keine Antworten mehr haben auf Fragen oder dass wir wirklich in so 'ne Situation kommen, wo wir für uns selber auch sagen müssen: "Mist, da haben wir nicht dran gedacht", oder so, sondern das war eigentlich, finde ich, 'n sehr konstruktives Fachgespräch. So würd ich das mal zusammenfassen.
Prof. Dr. Benjamin Bohn
Ich hatte aber auch nie den Eindruck, dass denen die Fragen ausgehen. Das muss man auch dazu sagen, ja. Also, das war, wir hatten immer Antworten, die hatten immer Fragen und so haben wir zwei Tage, glaub ich, ganz gut rumgebracht.
Prof. Dr. Birgit Schröder
Ja, aber ich glaube, hätten wir drei Tage gehabt, hätten wir auch drei Tage rumgebracht. Also so wie du sagst, die Fragen hörten nicht auf und manchmal hatte ich so das Gefühl, das hatten wir doch jetzt schon dreimal, aber gut. Also noch mal anders. Auch das ist ja völlig legitim und in Ordnung. Genau, und es gibt dann immer so kurze Pausen, wo die dann auch was essen dürfen. Das heißt, es sind auch immer arbeitsreiche, aufregende Tage für unsere Assistenzen, die dann natürlich immer so als gute Feen im Hintergrund für ausreichend Kaffee, Kekse und solche Dinge sorgen, dafür sorgen, dass die Stressbälle am richtigen Ort liegen und die Kugelschreiber und die Technik funktioniert und all solche Dinge. Wenn wir jetzt mal so 'n bisschen springen, nach dem letzten Block sozusagen, reisen dann die Gutachter ab. Das heißt, die sind dann, verlassen dann die Hochschule. Wir haben uns dann noch mal verabschiedet und dann gibt es einen letzten Terminblock, wo nur wir beide mit dem Referenten saßen, der uns dann sozusagen noch mal die beiden Tage zusammengefasst hat, gesagt hat, was er von den Gutachtern mitbekommen hat und uns einen Ausblick auf den zeitlichen Ablauf gegeben hat, insbesondere wann wir mit dem vorläufigen Gutachten rechnen können und uns auch noch mitgegeben hat, was wir noch nachreichen werden. Und dann ist es so, dass wenn wir dieses vorläufige Gutachten haben und da dann so mitgehen, dann wird das noch mal gegebenenfalls angepasst und die finale Fassung würden wir dann als Hochschule, über die zuständigen Kollegen dann beim Wissenschaftsrat einreichen. Und unser Zeitplan sieht vor, dass wir in die Sitzung kommen Anfang Dezember. Und wenn alles nach Plan läuft, wenn alles genauso läuft, wie wir uns das vorstellen und wünschen, könnten wir dann zum 01.01. nächsten Jahres, also 2027, rein theoretisch, starten mit den ersten Studierenden. Das wär so unser Weihnachtswunsch, oder?
Prof. Dr. Benjamin Bohn
Ja, das wär total schön. Und wenn der Wissenschaftsrat uns diesen Wunsch unter den Weihnachtsbaum legen würde, wär das natürlich großartig. Dann-
Prof. Dr. Birgit Schröder
Genau, vielleicht dazu noch mal: Also, der Wissenschaftsrat kann von den Empfehlungen, von den Auflagen und von dem ganzen Gutachten natürlich abweichen. Also man darf sich das nicht so vorstellen, dass die das quasi nehmen und durchwinken, sondern die können schon auch eigene Akzente setzen. Die könnten-- Also wir haben beides schon erlebt bei Studiengängen, sowohl, angekündigte Dinge im Gutachten, die der Wissenschaftsrat anders gesehen hat, als auch Dinge, die gar nicht im Gutachten aufgetaucht sind, die aber vom Wissenschaftsrat dann angemerkt worden sind. Also das muss man schon klar sagen. Man sollte jetzt nicht in 'ne totale Entspannung verfallen, wenn man das Gutachten sieht, nach dem Motto: Das geht dann glatt durch. Es ist aber schon eher unwahrscheinlich, dass die jetzt 'ne 180-Kehrtwendung machen. Das, muss man, glaub ich, schon sagen an der Stelle. Und was man auch sagen muss zum Verständnis: Man kann und darf einen Studiengang auch mit Auflagen starten. Das heißt, bekäme man in einem Studiengang eine Auflage, heißt das nicht, dass man den gar nicht an den Start bringen darf, sondern es heißt einfach nur, dass man in der Regel ein Zeitfenster hat, wo man die Auflage dann erfüllen muss. Je nachdem, was das ist, ist es weniger oder mehr aufwendig, aber der Studiengang kann trotzdem starten. Das heißt für uns rein formal spricht sehr vieles dafür, dass, rein aus formalen Gründen wir ganz normal, so wie wir uns das wünschen, zum 01.01. starten könnten.
Prof. Dr. Benjamin Bohn
Richtig. Also was ich noch zu diesem ganzen Prozess sagen wollte: Also es war ja strategisch wirklich unklug gelegt, Montag, Dienstag, wenn in der Nacht vom Montag das Sechzehntelfinale der WM und Deutschland stattfindet und dann noch strategisch unkluger, wenn man nachts halb zwei dann anfängt im Elfmeterschießen auszusteigen. Da hab ich mir schon meine Gedanken gemacht, wie die denn da drauf sind. Hat sich aber gezeigt, die haben's gar nicht angeschaut. Genau, was dann nur auf meine Stimmung gedrückt hat. Letzten Endes, letzten Endes wollt ich nur noch sagen, dass es für mich gezeigt hat als Studiengangsleitung und aber auch als Mitarbeiter von der HFH, dass wir ein unfassbar motiviertes Team hatten, das da dabei war und das sich net nur auszeichnet, dass die an den beiden Tagen dabei waren, sondern auch das im Vorfeld, was da alles gelaufen ist, dass sich Modulverantwortliche Gedanken über ihre Inhalte gemacht haben. Dass sie sich bereit erklärt haben, Dinge zu überarbeiten die Passung besser hinzukriegen. Dass sich Menschen an die Telefone setzen und 'n Catering organisieren oder 'n Raum organisieren, 'n klimatisierten Raum organisieren. Das muss man vielleicht auch noch so sagen. Es war unfassbar heiß in den anderen Büros. Nur bei uns war's cool. Das war schon sehr beeindruckend und es zeigt, wie gut wir als HFH eigentlich in dem Fachbereich funktionieren. Das find ich wichtig.
Prof. Dr. Birgit Schröder
Ja, ich finde, das ist immer so 'ne besondere Stimmung, wenn 'ne Studiengangsleitung mit ihrem Team 'ne Begehung hat, ne. Da fiebern auch alle mit und ich find, es war zauberhaft, als wir beide runterkamen mit dem übergebliebenen Essen in der Hand nach dem Motto: „Möchte hier noch jemand 'n Brötchen?" Da hat man wirklich gemerkt, dass sie mitgefiebert haben, dass sie da alle saßen und nach dem Motto: „Was ist jetzt so?" Das war schon wirklich zu merken, dass es ihnen auch nicht egal ist so, ne. Sondern, das hat man gemerkt und ich hatte dann, oder wir hatten ja quasi noch im Raum dann, noch beim Aufräumen und Zurückräumen der Stühle quasi die E-Mail abgestimmt, die ans Team gegangen ist, die an den Fachbereich gegangen ist, an die Hochschulleitung. Da hatten wir das noch mal abgestimmt, wie wir da jetzt das Feedback geben. Und da gab's auch unglaublich viele Rückmeldungen danach, die sich wirklich, glaube ich, ehrlich gefreut haben, dass alles gut gegangen ist, dass das jetzt nicht in einer Katastrophe geendet ist. Nicht, dass es jetzt unbedingt jemand erwartet hätte, aber man weiß ja nie. Und das war, find ich, schön zu sehen und wir sind allen Kolleginnen und Kollegen, die uns dabei unterstützt haben, unfassbar dankbar, dass sie das so gut gemacht haben, auch Sachen kompensiert haben. Auch die wissenschaftlichen Mitarbeitenden haben sich eingebracht, haben Fragen beantwortet, Erfahrungen geschildert, Ideen, Projekte vorgestellt. Man darf sich das nicht so vorstellen, dass immer nur die Studiengangsleitung redet, wenn Gutachtende Fragen stellen. Also das war schon wirklich, glaube ich, schön. Und grade die Neuen, die noch nicht so lange dabei sind, deren erster Begehungstermin das war, für die war's, glaube ich, auch 'ne tolle Erfahrung. Das hab ich auch so wahrgenommen, dass die gesagt haben: „Mensch, es war total toll, dass ich dabei sein durfte." Das ist, find ich, auch 'n schönes Feedback.
Prof. Dr. Benjamin Bohn
Man darf nicht vergessen, dass es sich um 'ne Erstakkreditierung handelt. Was glaube ich einfach noch mal 'ne andere Hausnummer wie 'ne Reakkreditierung ist. Wenn ich einen etablierten Studiengang noch mal akkreditieren lasse, ist es sicherlich noch mal anders, wie wenn ich 'n komplett neues Konzept vorstelle und dann dementsprechend auch akkreditieren lassen will. Da kommen mit Sicherheit andere Fragen, da kommen mit Sicherheit auch, wie wir schon gesagt haben, tiefere Fragen. Genau und dass da jeder wirklich so mitgezogen hat, das macht mich wirklich stolz. Das ist wirklich toll. Ich hab die alle lieb. So.
Prof. Dr. Birgit Schröder
Ich glaub, die haben dich auch alle lieb.
Prof. Dr. Benjamin Bohn
Es würd mich freuen zumindest.
Prof. Dr. Birgit Schröder
Ich glaube, da musst du dir keine, keine großen Sorgen machen, dass es anders sein könnte. Ja und was für uns auch total schön war zu sehen, es sind ja nach so einem Termin dann immer noch Sachen zu erledigen. Und damit meine ich jetzt nicht, dass wir natürlich noch mal 'ne Geschirrspülmaschine anstellen und 'n Stuhl zurückschieben, sondern es sind dann noch formale Dinge zu erledigen. Und ich hatte mich am Abend dann gleich auch rangesetzt, dann noch mal so 'n paar E-Mails durch die Gegend zu schicken und wir sind, wie gesagt, jetzt zwei Tage später. Es ist eigentlich alles erledigt, ne. Also es hat auch außerhalb derer, die jetzt an dem Termin beteiligt waren, haben alle wirklich Gas gegeben, die Sachen noch zu besorgen, zusammenzustellen, sodass wir, glaube ich, jetzt in der kommenden Woche das alles noch auf den Weg bringen können. Dann haben wir 'ne Pause, weil dann warten wir nur noch auf das vorläufige Gutachten und setzen uns dann damit auseinander. Wir erwarten aber, wie gesagt, keine Katastrophen und insofern glaube ich, sind wir ganz guter Dinge, oder?
Prof. Dr. Benjamin Bohn
Ja, total. Total positives Nachgespräch, total positive Gespräche. Wir sind ready to go. Muss AQIN und Wissenschaftsrat liefern und dann können wir starten.
Prof. Dr. Birgit Schröder
Genau, und wir würden noch 'n kleinen Ausblick geben wollen, weil wir würden tatsächlich noch mal 'ne Folge aufnehmen, wenn wir das vorläufige Gutachten haben. Das wird wahrscheinlich 'ne eher kürzere Folge sein. Da werden wir noch mal 'n bisschen erklären, wie ist so 'n Gutachten aufgebaut, ähm, was passiert da, was sind sozusagen die nächsten Schritte. Dann hoffen wir, dass wir Anfang Dezember, wenn der Rat getagt hat auch noch mal 'ne kleine Folge aufnehmen und dann freuen wir uns sehr auf unsere Studierenden, die wir dann hoffentlich zahlreich, Anfang Dezem-- Also Anfang '27, vielleicht auch schon im Dezember '26 in unseren Immatrikulationslisten sehen. Da sind wir sehr, sehr gespannt und wir können ja auch noch mal 'n kleinen Ausblick geben, was wir noch so vorhaben. Also neben dieser kleinen Podcast-Reihe gibt es auch extra für den neuen Master eine kleine Videoreihe, wie man es nicht macht. Und wir haben schon eine Folge produziert, wie man nämlich erfolgreich Mitarbeitende demotiviert. Weitere Folgen werden kommen mit einem kleinen Perspektivwechsel. Das kam bis jetzt sehr, sehr gut an. Da sind wir sehr stolz auf die Kolleginnen und Kollegen, die das erarbeitet und umgesetzt haben. Wir sind ja hier an der Stelle immer diejenigen mit den Ideen, aber umsetzen tun das dann doch andere. Und da wollen wir weiter dranbleiben, sodass der Master dann auch quasi von Anfang an gleich moderne, ansprechende Lehrformate bekommt, die vielleicht 'n bisschen anders funktionieren als so 'n ganz klassisches Modul oder Studienbrief-Überblicksvideo. Auch da wollen wir gleich ansetzen und 'n bisschen innovativ vorangehen.
Prof. Dr. Benjamin Bohn
Richtig. Also wie hoffentlich alle hören, wir nehmen den Schwung mit und tun unser Bestes, dass das dann in spätestens 'nem halben Jahr, ziemlich genau in 'nem halben Jahr, dann so an Start gehen kann, dass wir 'n gutes Angebot haben, dass wir 'n innovatives Angebot haben und dass wir dann viele Personen begrüßen können.
Prof. Dr. Birgit Schröder
Das ist ein wunderbares Schlusswort. Dann dank ich dir. Ach so, nee, wir haben noch eine Sache vergessen. Du müsstest noch drei Sätze zu deinem Rückflug berichten.
Prof. Dr. Benjamin Bohn
Ja, also es war erstaunlich bei mir, dass mein Cola, das ich dabei hatte, auf Sprengstoff hin positiv getestet wurde, wodurch ich dann im Beisein der Polizei trinken musste aus meinem Cola, was mir gezeigt hat, na ja, ich bin schon richtig hier, ja, weil es war 'ne explosive Stimmung dort. Und, genau, also wir nehmen jede Hürde wie sie kommt, auch wenn sie unvorbereitet kommt, natürlich mit 'nem gewissen Lächeln. Deswegen auch unser Perspektivwechsel in unserem Video und wir nehmen jede Hürde so wie sie uns vor die Füße fällt, dass wir da ein gutes Ergebnis kriegen. Ich glaub, das ist ein gutes Schlusswort.
Prof. Dr. Birgit Schröder
Perfekt, ja. Und die Hamburger Security am Flughafen ist ja immer 'ne Erzählung wert. Da gibt es ja viele lustige Erlebnisse, was so die Hamburger da zu berichten haben. Ist ja auch immer 'ne ganz besondere Stimmung da so. Auch grad find ich im Vergleich zu anderen Flughäfen.
Prof. Dr. Benjamin Bohn
Aber immer sehr, sehr freundlich und sehr zuvorkommend, ja. Ich hab das noch nie erlebt, dass das in irgend ‘nem anderen Ton passiert wie in 'nem sehr angemessenen Ton.
Prof. Dr. Birgit Schröder
Das hört sich gut an. Okay, dann machen wir hier einen kleinen Cut. Wir melden uns wieder und nehmen euch weiter mit, wenn wir das vorläufige Gutachten haben. Bis dahin verabschieden wir uns an der Stelle. Ganz lieben Dank, dass du Zeit hattest. Ich wünsch dir noch 'n schönen restlichen Arbeitstag und allen, die zuhören, eine schöne restliche Woche. Bis zum nächsten Mal und vielen, vielen Dank fürs Zuhören.
Prof. Dr. Benjamin Bohn
Ciao.