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News · 22.04.2026

Gemeinwohl-Ökonomie im Bachelorstudium BWL ab sofort als Schwerpunktthema wählbar

Das Betriebswirtschaftsstudium an der HFH bietet neun wählbare Studienschwerpunkte, mit denen sich Studierende spezialisieren und das eigene Profil schärfen können.
Junge Frau mit blonden Haaren und Brille steht mit Notebook in der Hand vor einer Wand mit einer moosbedeckten grünen Weltkarte

Zum Thema Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) bietet die HFH bereits zwei Weiterbildungsmodule erfolgreich als Zertifikatsstudium an. Nun werden die Module „Einführung in die GWÖ“ und „Angewandte GWÖ“ auch offizieller Teil des grundständigen Studiengangs BWL Bachelor: Ab Juli 2026 ist Gemeinwohl-Ökonomie als Schwerpunkt im Bachelorstudium wählbar.

Mit dem neuen Schwerpunkt ergänzt die HFH das betriebswirtschaftliche Bachelorstudium um eine Vertiefungsmöglichkeit, welche die Themen Nachhaltigkeit und ethisches Handeln in der Wirtschaft in den Fokus rückt.

Gemeinwohl-Ökonomie: nachhaltig und ethisch wirtschaften

Das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie stellt das Wohl von Menschen, Gesellschaft und Umwelt als erstrebenswertes Ziel des Wirtschaftens ins Zentrum und nicht, wie sonst in der Wirtschaft meist üblich, die reine Gewinnmaximierung.

Studierende beschäftigen sich in diesem Studienschwerpunkt mit den Werten und Konzepten, die dieses alternative Wirtschaftsmodell stützen und die wirtschaftlichen Aktivitäten auf ein demokratisch definiertes Gemeinwohl ausrichten sollen.

Gemeinwohl-Matrix als Basis für Nachhaltigkeitsberichte

Als zentrales Messinstrumentarium der GWÖ lernen Studierende die sogenannte Gemeinwohl-Matrix kennen. Diese macht im Unterschied zur etablierten Finanzbilanz auch soziale und ökologische Faktoren sichtbar und zeigt, ob Unternehmen und Organisationen sozial verantwortungsvoll handeln und gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.

Die Gemeinwohl-Matrix bildet die Kriterien Menschenwürde, Solidarität, soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie Transparenz und Mitentscheidung ab. Sie erlaubt es Organisationen, ihr eigenes Handeln anhand dieser Kriterien zu messen – mit Blick u.a. auf Kund*innen, Lieferant*innen, Mitarbeitende und die globale Gemeinschaft.

Auf dieser Basis lernen die Studierenden, eine Gemeinwohl-Bilanz zu erstellen. Diese ist ein anerkannter Nachhaltigkeitsberichtsstandard für Unternehmen und motiviert als Tool zur Organisationsentwicklung Mitarbeitende, sich aktiv an Transformationsprozessen zu beteiligen.

Studierende werden mit dem neuen Studienschwerpunkt somit Expert*innen für Nachhaltigkeitsberichte mit Fokus auf Gemeinwohl und können wesentliche Optimierungspotenziale in Unternehmen, Organisationen und auch in Gemeinden identifizieren. Zugleich erhalten sie einen Überblick, welche transformativen Wirtschafts- und Gesellschaftskonzepte es bereits gibt und wie sich die GWÖ hier positioniert.

Bachelorstudium BWL bietet nun 9 Schwerpunkte zur Profilschärfung

Studierende können sich im zweiten Abschnitt ihres siebensemestrigen BWL-Fernstudiums für einen Themenschwerpunkt entscheiden, um sich zu spezialisieren und die eigene Profilbildung zu schärfen.

Personen, die bereits die Weiterbildungsmodule „Einführung in die GWÖ“ und „Angewandte GWÖ“ mit bestandener Prüfung und HFH-Hochschulzertifikat abgeschlossen haben, können sich 12 ECTS Credit Points (CP) auf den neuen Schwerpunkt im Bachelorstudium BWL anrechnen lassen.

Mit dem neuen Modul „Gemeinwohl-Ökonomie“ stehen nun insgesamt neun Schwerpunkte im Bachelorstudium zur Auswahl, die Studierenden eine große Themenvielfalt bieten, um so die Wirtschaft von morgen aktiv mitzugestalten.

Der nächstmögliche Studienstart im Bachelor BWL ist der 1. Juli 2026; bereits jetzt sind Anmeldungen zum Fernstudium möglich.