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Fernstudium und Alltag

Wie teuer ist ein Fernstudium im Vergleich zum Präsenzstudium?

Isabella Weder
Eine dunkelhaarige Fernstudentin sitzt zuhause auf dem Sofa am Laptop, hinter ihr ihre Katze

Im Vergleich zwischen einem Fernstudium und einer Präsenzhochschule stolperst du früher oder später über eine scheinbar einfache Rechnung: Staatliche Hochschulen kosten wenig, Fernstudiengänge dagegen mehrere hundert Euro im Monat.

Doch diese Gegenüberstellung greift zu kurz. Denn sie berücksichtigt nur die sichtbaren Studiengebühren. Was dabei oft untergeht: Ein Studium verursacht immer Kosten. Die Frage ist nur, wo sie entstehen und wie gut sie sich mit dem eigenen Leben vereinbaren lassen.

Gerade für Menschen, die bereits im Berufsleben stehen, kann ein vermeintlich teureres Fernstudium deshalb nicht nur eine flexible, sondern häufig auch eine wirtschaftlich sinnvolle Studienform sein. Du musst dafür nicht deine Arbeitszeit reduzieren und hast damit keinen Gehaltseinbruch.

Außerdem entfallen:
  • Kosten für den Umzug und die Miete in teuren Hochschulstädten
  • regelmäßige Fahrtkosten
  • Kosten für Verpflegung vor Ort

Warum muss ich mein Arbeitsleben bei einem Präsenzstudium oft umstellen?

Ein klassisches Präsenzstudium geht häufig mit einer kompletten Umstellung des Alltags einher: ein Umzug in eine Hochschulstadt, steigende Mietkosten oder längere Pendelwege. Dazu kommt, dass viele Präsenzstudierende ihre Arbeitszeit stark reduzieren müssen, um ihre Vorlesungen und Seminare vor Ort besuchen zu können. Das bedeutet nicht nur weniger Einkommen, sondern oft auch eine Karrierepause – zumindest vorübergehend.

Im Fernstudium entfällt genau dieser Einschnitt. Du bleibst in deinem gewohnten Umfeld, kannst weiterarbeiten und dein Studium in dein Leben integrieren, statt dein Leben um das Studium herum neu aufbauen zu müssen. Diese Kontinuität ist nicht nur organisatorisch angenehm, sondern hat auch einen finanziellen Effekt: Dein bisheriges Einkommen bleibt in den meisten Fällen bestehen.

Welche Rolle spielen Wohnkosten im Studium?

Ein Studium vor Ort bedeutet oft auch, in eine neue Stadt umziehen zu müssen. Doch in vielen Hochschulmetropolen wie Köln, Hamburg, München oder Berlin gibt es sehr hohe Mieten. Und wer abseits seines Unistandorts wohnen bleibt, muss sich auf Pendeln einstellen. Das ist nicht nur teuer, sondern kostet auch wertvolle Zeit.

Im Fernstudium entfällt dieser Standortwechsel. Du kannst dort leben bleiben, wo deine Lebenshaltungskosten zu deiner Situation passen. Sei es in deiner bisherigen Wohnung außerhalb teurer Ballungsräume oder auch bei deiner Familie. Diese Ortunabhängigkeit verschafft dir einen strukturellen finanziellen Vorteil.

Welche unsichtbaren Ausgaben gibt es im Präsenzstudium?

Auch wenn ein Studium an einer staatlichen Hochschule formal günstig ist, entstehen im Alltag viele zusätzliche Ausgaben, die selten im Vorfeld mitgedacht werden. Dazu gehören etwa die Verpflegung unterwegs, tägliche Fahrtwege zur Hochschule oder zusätzliche Lernmaterialien. Hinzu kommt der bereits genannte zeitliche Aufwand.

Im Fernstudium verschiebt sich diese Struktur. Statt vieler kleiner, laufender Ausgaben entstehen planbare monatliche Studiengebühren. Gleichzeitig entfallen zahlreiche indirekte Kosten.

Wieso ist es wichtig, die Studienzeit zu berücksichtigen?

Ein weiterer Kostenfaktor zeigt sich erst im Verlauf des Studiums: der Zeitrahmen. Präsenzstudiengänge dauern in der Praxis häufig länger als die Regelstudienzeit. Gründe dafür können organisatorische Abläufe, begrenzte Kursplätze oder feste Prüfungsphasen sein, die viele nicht in der vorgegebenen Zeit schaffen.

Jede Verlängerung bedeuten jedoch auch zusätzliche Lebenshaltungskosten und andauernde, finanzielle Einbußen im Job. Im Fernstudium kannst du dein Tempo dagegen viel individueller gestalten. Das reduziert das Risiko, dass strukturelle Hürden dein Studium unnötig verlängern und zusätzliche Kosten entstehen.

Erwarten mich im HFH-Fernstudium auch versteckte Kosten?

Im Fernstudium an der HFH erhältst du ein Gesamtpaket: Studienmaterialien, Betreuung, digitale Lern- und Unterstützungsangebote sowie die Prüfungsleistungen sind bereits Bestandteil der Studiengebühren.

Das bedeutet: Viele Dinge, die andernorts zusätzlich organisiert oder bezahlt werden müssen, sind bei uns von Anfang an inklusive. Dadurch entsteht für dich eine größere Planungssicherheit, sowohl zeitlich als auch finanziell.

Welche langfristigen Kostenfaktoren gibt es?

Ein Studium beeinflusst nicht nur deine aktuelle finanzielle Situation, sondern auch deine zukünftige Entwicklung. Das bedeutet: Wer für ein Präsenzstudium seine Erwerbstätigkeit unterbricht oder stark reduziert, steigt oft später in die nächste Karrierestufe ein. Damit verschieben sich auch Gehaltsentwicklungen und berufliche Fortschritte nach hinten.

Im Fernstudium kannst du deine akademische Qualifikation parallel zum Job ausbauen und dich gezielt auf deinen angestrebten Karriereweg vorbereiten. So entwickelst du dich nicht erst nach dem Abschluss weiter, sondern bereits während des Studiums.

Fazit: Die Perspektive macht den Unterschied

Ob ein Studium „teuer“ ist, lässt sich nicht allein an den Studiengebühren festmachen. Entscheidend ist, wie gut es sich in dein Leben integrieren lässt und welche indirekten Kosten entstehen. Ein Fernstudium an der HFH ermöglicht es dir, deine berufliche Entwicklung fortzusetzen und deine akademische Ausbildung in deinen Alltag zu integrieren.

Autor*in

Portrait Isabella Weder
Isabella Weder
Content Marketing Managerin

Isabella Weder bringt mehrjährige Berufserfahrung im Bereich Kreativarbeit und Content Produktion mit. Sie ist seit Anfang 2021 an der HFH tätig, wo sie Social-Media-Formate für die Hochschule entwickelt und die redaktionelle Betreuung des Blogs übernimmt. Ihr Ansatz: Den Fernstudierenden und Interessenten mit hilfreichen Tipps zur Seite zu stehen und komplexe Themen verständlich und ansprechend aufzubereiten.