Fernstudium-Erfahrungen an der HFH

Zurück zur Übersicht

"Mit der HFH wurde Bildung zu meinem liebsten Hobby" 

Von der Langeweile, die Anna See während ihrer Gymnasialzeit der Schule gegenüber verspürte, ist heute nichts mehr übrig. Im Gegenteil: die Lustlosigkeit ist sogar in eine regelrechte Lernsucht umgeschlagen. Wissenserweiterung zähle heute – neben ihrer Familie – zu ihrem wichtigsten Lebensinhalt, sagt die 33-Jährige. Woher ihre Lust am Lernen kommt und wie ihre bisherige Studienzeit an der HFH verlief, erzählt die HFH-Studentin im Interview. 

HFH-Botschafterin Anna See mit ihren Kindern

Frau See, nach einem Bachelor in Gesundheits- und Sozialmanagement  und einem Master in Management von Organisationen und Personal im Gesundheitswesen haben Sie nun Ihren dritten Studiengang an der HFH angefangen. Woher kommt die Lust am Lernen? 
Zu meiner Gymnasialzeit fand ich nichts langweiliger als Schule und beendete diese motivationslos nach der Mittleren Reife. Erst im Laufe meiner zwei Berufsausbildungen zur Medizinischen Fachangestellten und Rettungsassistentin lernte ich zu „lernen“ und fand großen Gefallen daran. Mittlerweile liebe ich die Zeit an meinem Schreibtisch. Jede vollbrachte Prüfungsleistung erweckt in mir neuen Ehrgeiz weiterzumachen. Heute würde ich Lernen als meine persönliche Sucht bezeichnen, denn Wissenserweiterung zählt neben meiner Familie und meinen zwei Töchtern zu meinem wichtigsten Lebensinhalt.

Wieso haben Sie sich für ein Fernstudium in diesen Fächern entschieden?  
Vor Beginn meines ersten Studiengangs recherchierte ich zu verschiedenen Weiterbildungsmöglichkeiten außerhalb meiner Tätigkeit im Rettungsdienst, da hier die Möglichkeiten sehr eingeschränkt sind. Dabei stieß ich immer wieder auf die Weiterbildung „Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen (IHK)“ diverser Akademien, welche mich inhaltlich sehr ansprach. Durch Zufall kam ich auf die Hamburger Fern-Hochschule, die den Studiengang „Gesundheits- und Sozialmanagement (B.A.)“ zu diesem Zeitpunkt noch relativ neu angeboten hatte. Da ich das Gymnasium nach der Mittleren Reife beendete, machte ich mir eigentlich keine Gedanken über ein Hochschulstudium, bis ich auf den Passus Zugangsvoraussetzungen stieß. Durch meine zwei abgeschlossene Berufsausbildungen sowie meine Berufserfahrung öffneten sich mir plötzlich neue Türen. Die Kosten des IHK-Abschlusses standen dabei in keiner Relation zu den Studiengebühren der HFH für einen vollwertigen Studiengang. Ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für die HFH war auch die transparente Website der Hochschule, die mir ein breites Spektrum an Informationen zu den einzelnen Studiengängen bot, ohne hierfür persönliche Daten angeben zu müssen. Bei Fragen standen mir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zudem jederzeit zur Verfügung. 

Wieso haben Sie sich nach dem Masterabschluss erneut für einen Bachelor – dieses Mal in Psychologie – entschieden? 
Ein weiterer Bachelorstudiengang war eigentlich gar nicht geplant. Vielmehr wollte ich nach meinem Masterabschluss den nächsten Schritt gehen und promovieren. Während meiner Studienzeit entschieden mein Mann und ich uns aber für eine Familiengründung. Und da meine persönlichen Ansprüche an eine Promotion sehr hoch sind und sich nicht mit der Erziehung zweier Kleinkinder vereinbaren lassen, habe ich die Promotion etwas nach hinten verschoben. Bis dahin möchte ich die Zeit aber sinnvoll nutzen. Im Rahmen meines Masterstudiums ist mein Interesse für Statistik und Forschungsmethodik gestiegen. Da diese Inhalte ebenfalls stark im Psychologiestudium vertreten sind, kann ich mein Wissen in diesem Bereich bis zur Promotion weiter ausbauen.  

Was hat Ihnen denn noch an den Studienfächern gefallen? 
Der Bachelorstudiengang diente hauptsächlich der Grundlagenbildung und war eher theoretisch, auch etwas trocken. Im Masterstudiengang stellte sich jedoch eine ganz neue Perspektive des Lernens dar. Die Themen waren sehr praxisorientiert und tiefgründiger als im Bachelorstudiengang. Jedes Semester baute inhaltlich auf dem vorangegangenen auf und forderte steigende Eigenkompetenz. Die Theorie wurde im Laufe der vier Semester immer anwendungsorientierter und schließlich praktisch angewandt. Empirik und Forschung interessierten mich, wie bereits erwähnt, sehr. Besonders hat mir auch der Erfahrungsaustausch während der Präsenzen mit den anderen Kommilitonen gefallen. 

Und wie waren Ihre Erfahrungen mit Ihren Studienzentren und den Präsenzen? 
Mein Bachelorstudium absolvierte ich im damaligen Studienzentrum Saarbrücken (heute St. Ingbert). Wir waren eine durchaus „junge“ Gruppe mit Berufseinsteigern ohne Erfahrung in Führungspositionen bzw. im Management. Im Masterstudium erhöhten sich die Anforderungen stetig. Die Kommilitoninnen und Kommilitonen brachten größtenteils mehrjährige Berufserfahrung in höheren Führungspositionen mit. Auch der akademische Grad der Dozenten siedelte sich größtenteils im Bereich der Professur an. Diese Faktoren bereicherten unsere Präsenzveranstaltungen sehr. 

Welche Vorteile sehen Sie konkret im Konzept Fernstudium?
Vor allem Berufstätige bekommen so die Möglichkeit, eine akademische Laufbahn einzuschlagen. Oftmals lässt sich ein Rücktritt aus der Berufstätigkeit in ein Präsenzstudium nicht realisieren, da der vorhandene Lebensstandard finanzielle Verpflichtungen wie Haus, Familie und Kinder mit sich bringt. Darüber hinaus ist auch die zeitliche Flexibilität eines Fernstudiums hervorzuheben. Der Lernstoff ist übersichtlich strukturiert und die Präsenz- und Prüfungstermine sind einem rechtzeitig bekannt. Somit lässt sich jedes Semester individuell planen und Klausuren vorziehen oder in ein nachfolgendes Semester verschieben – je nach persönlicher Zeitressource. Die gut strukturierten Studienbriefe mit komplexen prüfungsrelevanten Inhalten geben dem Studenten die Möglichkeit, sich überall und jederzeit auf die Klausuren vorzubereiten; so kann einfach mal die Mittagspause zum Lernen genutzt werden. Eine aufwändige und zeitintensive Recherche der prüfungsrelevanten Inhalte in Fachbibliotheken entfällt gänzlich und dient lediglich dazu, intrinsische Wissensbegierde zu befriedigen und ein Thema zu vertiefen. Ausgenommen ist natürlich die Literaturrecherche beim Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten.

Wenn wir noch mal auf Ihren Beruf zurückkommen: wohin geht der Trend in Ihrem Bereich in den nächsten fünf Jahren? 
Auf jeden Fall weiter in Richtung Akademisierung und Professionalisierung, was auch neue berufliche und gesundheitliche Herausforderungen für Beschäftigte mit sich bringen wird. Außerdem ist beispielsweise auch schon jetzt eine Zunahme der Akademisierung von Stationsleitungen in Kliniken zu verzeichnen.

Was für einen Tipp haben Sie für Studienanfänger? 
Neuen Studentinnen und Studenten würde ich raten, sich umfassend mit den Vor- und Nachteilen eines Fernstudiums zu befassen. Können sie neben den geforderten Eigenschaften wie Eigenmotivation, Belastbarkeit und Lerndisziplin die finanziellen und zeitlichen Ressourcen für Studiengebühren und Präsenzveranstaltungen (opfern von Urlaubstagen, Übernachtungskosten) über die gesamte Laufzeit aufbringen? Sind sie bereit, dies durchzuziehen, auch wenn sich persönliche oder berufliche Perspektiven während des Studiums ändern (Kinderwunsch, Berufswechsel, Umzug etc.) und somit neue Hürden entstehen? Sind sie diszipliniert genug ihre Lernzeiten einzuhalten, auch wenn dies bedeutet, dass sie auf Freizeit verzichten müssen? Das Konzept Fernstudium ist für Berufstätige eine exzellente Chance auf eine akademische Laufbahn, man muss sich jedoch bewusst sein, dass viel Eigendisziplin und Unterstützung der Familie notwendig ist und das selbstständige Erarbeiten der prüfungsrelevanten Inhalte für viele erst einmal neu sein wird.

 

Bachelor Gesundheits- und Sozialmanagement 

Bachelor Psychologie

Master Management im Gesundheitswesen

Kostenlos informieren
FB Instagram Twitter Xing YouTube