Erfahrungen im HFH-Fernstudium

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„Das Studium hat mir neue Perspektiven ermöglicht, um Inhalte unserer Erste-Hilfe-Schulungen noch besser zu vermitteln“

HFH-Absolvent Oliver Blake berichtet im Interview über seine Erfahrungen mit dem Bachelorstudium Berufspädagogik für Gesundheits- und Sozialberufe

Portrait Oliver Blake

Von Oliver Blake kann man lernen, wie man Menschen rettet. Denn bei Unfällen kommt es darauf an, dass Anwesende Erste Hilfe leisten und dabei schnell und richtig handeln.

Damit man als Ersthelfer:in nicht in Panik verfällt, sondern besonnen bleibt, kann man sich vorbereiten und Trainings besuchen. Zum Beispiel in der „Sanitätsschule Oliver Blake“, wo der 50-jährige HFH-Absolvent gemeinsam mit seinem Team Notfall-Schulungen und Erste-Hilfe-Kurse für Lehrer:innen und Erzieher:innen anbietet.

An der HFH hat der ausgebildete Lehr-Rettungsassistent Berufspädagogik für Gesundheits- und Sozialberufe studiert und sein Bachelorstudium auch dank seines Vorwissens in Rekordzeit von unter fünf Semestern erfolgreich durchgezogen.

Seine Abschlussarbeit beschäftigt sich mit den besonderen Anforderungen für Erste-Hilfe-Schulungen in Bildungs- und Erziehungseinrichtungen für Kinder (darüber berichten wir hier ausführlicher).

In folgendem Interview hat uns Oliver Blake einige Fragen zu seinem Beruf beantwortet und seine Erfahrungen mit dem HFH-Fernstudium geschildert.

Hallo Oliver, wie sah dein beruflicher Weg bislang aus und wie bist du auf die Idee gekommen, eine eigene Sanitätsschule zu gründen?

Um das Jahr 2000 war ich bereits als Rettungsassistent ausgebildet und habe mich mit einer pädagogischen Zusatzausbildung zum Lehr-Rettungsassistent weiterbilden lassen, wodurch ich als Dozent an einer staatlich anerkannten Rettungsdienstschule unterrichten konnte und angehendes Rettungsdienstpersonal ausgebildet habe.

Zwischen 2003 und 2009 war ich Mitglied im Landesprüfungsausschuss des Innenministeriums in Niedersachsen und habe als Ausbilder landesweit Prüfungen abgenommen.

Während dieser Zeit habe ich zusammen mit meinem Team auch immer wieder Erste-Hilfe-Kurse gegeben. Die sind sehr gut angekommen, sodass es sich herumgesprochen hat und wir erste Anfragen aus Kitas und Schulen bekamen. So ging es los, dass wir Pädagog:innen dieser Einrichtungen zum Thema Erste-Hilfe geschult haben.

Im Prinzip habe ich also in diesen Jahren schon im berufspädagogischen Bereich gearbeitet. Damals bedurfte das allerdings noch keiner akade­mischen Ausbildung. Es genügte Berufserfahrung und eine „semi-päda­gogische“ Qualifikation, die ich als Lehr-Rettungsassistent ja bereits hatte.


Was bieten Dein Team und Du in der Sanitätsschule neben Erste-Hilfe-Schulungen noch an?

Neben Erste-Hilfe-Kursen und Notfall-Schulungen bieten wir auch berufspädagogische Fortbildungen für Praxisanleitende in der Pflege an.

Da geht es u.a. darum, die Implementierung der generalistischen Pflegeausbildung zu unterstützen, indem wir Praxisanleitende in das Thema Generalistik einführen und ausbilden. 

Da bedeutet, dass wir z.B. interdisziplinäre und übergreifende Kenntnisse der Pflegeberufe vermitteln, damit die Pflegebeschäftigten flexibler und besser mit Veränderungen umzugehen lernen. Dafür bieten wir dann Workshops wie beispielsweise Methoden- oder Schreibwerkstätten an, die den Beschäftigten im Arbeitsalltag einen zusätzlichen Nutzen bringen.
 

Was hat dich bewogen, dann an der HFH ein Fernstudium in Berufspädagogik zu starten?

Zunächst ist in den letzten Jahren die Akademisierung gerade im pädagogischen Bereich immer wichtiger geworden und hat sich als Anforderung für Bildungsaufgaben durchgesetzt.

Dann kam die Corona-Krise und ich hatte Zeit, über meine bisherige Berufszeit zu reflektieren. Da ist mir klargeworden, dass ich nun schon seit 20 Jahren mit Berufspädagogik zu tun habe. Dieses Wissen nun in einem Studium zu vertiefen und meine Kompetenzen zu erweitern – darauf hatte ich einfach Lust!

Die Entscheidung fürs Studium ist also zum Großteil aus eigenem Interesse an neuem Wissen entstanden. Und zusätzlich habe ich mir natürlich auch davon versprochen, dass ich neue Erkenntnisse in unsere Erste-Hilfe-Schulungen für Erzieher:innen und Lehrer:innen einfließen lassen kann – und habe das dann auch in meiner Abschlussarbeit herausgearbeitet.


Was ist für dich das Wesentliche, das du aus dem Studium für deine berufliche Arbeit mitgenommen hast?

Das sind in erster Linie verschiedene neue Perspektiven auf die Thematik – also generell gesprochen: Einen „neuen Blick“ auf die Dinge zu gewinnen, die ich schon aus meinen vielen Berufsjahren kannte.

Da hat sich natürlich auch vieles von dem bestätigt, was ich aus meiner praktischen Tätigkeit schon kannte und wusste. Aber es gab eben auch sehr viel neuen Input, der dazu geführt hat, dass ich meine Meinungen und Haltungen neu überdacht habe und meine Einstellungen zum Teil auch geändert habe.

Das betrifft zum Beispiel verschiedene Herangehensweisen an Bildung, also etwa, wie man thematische Inhalte in Schulungen am besten vermittelt. Da hat das Studieren bei mir für mehr Offenheit gesorgt und bewirkt, auch mal ganz anders als gewohnt „hinter die Dinge“ zu schauen.


Warum hast du aus verschiedenen Hochschulen gerade die HFH gewählt?

Ich habe, wie wahrscheinlich viele andere auch, über das Internet nach akademischen Bildungsmöglichkeiten in meinem Bereich gesucht. Mein erster Berührungspunkt war also die Website der HFH, wodurch ich dann auch auf das HFH-Studienzentrum in Hamburg Alsterdorf aufmerksam wurde.

Das habe ich aufgesucht, habe ein Beratungsgespräch geführt und war überzeugt, dass ich hier studieren möchte. Das ist auch während des Studiums so geblieben.

Die Organisation des Studiums neben meinem Beruf hat gut funktioniert. Wobei ich sagen muss, dass die Corona-Beschränkungen in dieser Hinsicht tatsächlich ganz hilfreich waren – denn natürlich konnten wir in der Sanitätsschule nicht wie zu „normalen“ Zeiten arbeiten. Und so war es eine gute Gelegenheit, mich akademisch weiterzubilden!

Insgesamt kann ich nun zum Ende meines Bachelorstudiums sagen, dass ich vom Modell der praxisnahen Fernlehre an der HFH sehr überzeugt bin. Und auch die Beratung und Betreuung – vor allem durch „mein“ Studienzentrum in Alsterdorf – war und ist vorbildlich.

Ich kann das HFH-Fernstudium also guten Gewissens weiterempfehlen!
 

Vielen Dank für das Gespräch!

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