Studienberatung
Hilfe bei Schwierigkeiten im Studium
Studienabbruch? Lässt sich vermeiden!

Im Studium wird es jedem manchmal zu viel, besonders wenn gerade die Prüfungen nahen. Meist vergeht das Motivationstief so schnell wie es gekommen ist. Halten sich Zweifel jedoch über eine längere Zeit, steigert sich die Unzufriedenheit und im Extremfall brechen die Betroffenen ihr Studium ab. Viel Zeit, Geld und Arbeit, teils über Jahre investiert, gehen so verloren.


Wenn Sie selbst gerade am Studium zweifeln, sollten Sie daher zunächst versuchen genau herauszufinden, was eigentlich die Gründe für Ihr Motivationstief sind. Denn oft treffen gleich mehrere Faktoren zusammen. Und die meisten davon sind händel- oder sogar behebbar. Es lohnt sich daher, sich genau über die Optionen und Alternativen zu informieren.

Kurz und knapp: Die Tipps gegen Zweifel im Studium
 
Selbstreflexion: Warum genau zweifle ich?


Nach einer Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) ist der häufigste Grund für einen Abbruch des Hochschulstudiums die Unzufriedenheit mit den eigenen Leistungen. Weitere Gründe sind finanzielle Probleme, eine berufliche Veränderung oder private Faktoren wie Familie oder Krankheit. Daher ist es wichtig, zunächst genau auszumachen, was Sie am Studium stört. Ist das ständige Lernen tatsächlich nichts für Sie oder sind Sie gerade einfach nur gestresst? Haben Sie vielleicht noch nicht das ideale Fach ausgewählt? Fehlt Ihnen schlicht die Zeit, sich richtig vorzubereiten?


Grundsätzlich sei die Motivation, den Abschluss zu erlangen, gerade bei einem Fernstudium höher, da der Entschluss hierzu sehr bewusst getroffen werde, sagt Alexander Gauler, Leiter der Studierendenverwaltung an der Hamburger Fern-Hochschule. Jedoch kämen beim Studieren neben dem Beruf manchmal spezielle Hürden auf: „Oft sind das berufliche Veränderungen. Im Positiven wie im Negativen.“ Hierzu zählt etwa der Verlust des Arbeitsplatzes oder auch eine Beförderung. Alexander Gauler empfiehlt jedoch in den meisten Fällen, das Studium nach Möglichkeit trotzdem noch zu beenden, denn: „Wir befinden uns in einem Prozess steigender Akademisierung. In Zukunft wird ein Hochschulabschluss für immer mehr Berufe Voraussetzung sein.“

Nicht aufstecken: Meist gibt es Lösungen


Liegt Ihr Unmut nicht am Studieren an sich, sondern an den Begleitumständen, ist es sinnvoll, sich über mögliche Lösungen zu informieren. Befinden Sie sich etwa in einer akuten Ausnahmesituation wie dem Verlust eines Angehörigen, größeren beruflichen Veränderungen oder einer schweren Krankheit, ist eine Studienunterbrechung von ein bis zwei Semestern möglich. Passt das gewählte Fach nicht zu Ihnen, ist der Wechsel des Studienfaches eine Option. In diesem Fall muss Ihre bereits investierte Arbeit auch nicht verloren gehen, da vergleichbare Leistungen im neuen Fach angerechnet werden können. Sind Sie mit Ihren Noten nicht zufrieden, liegt das womöglich ebenfalls daran, dass Sie noch nicht das passende Fach gewählt haben. Vielleicht fehlt Ihnen aber auch schlicht die Zeit zum Lernen. In diesem Fall lohnt es sich zum Beispiel, die Situation mit dem Arbeitgeber zu besprechen.


Auch bei finanziellen Engpässen können in einer Studienberatung meist Lösungen gefunden werden. In vielen Fällen gibt es sogar zusätzlich Förderungen, etwa für Studierende und Auszubildende mit Kindern oder für Schwangere. Grundsätzlich ist es hilfreich, die Situation mit Dritten zu erörtern, um mögliche Handlungsoptionen zu identifizieren: Freunde, Familie oder Fachleute in der Studienberatung können die Lage oft objektiver einschätzen, als man selbst.

 
Statt zögern: beraten lassen!


Bevor Sie gleich alles hinschmeißen, sollten sie sich daher  beraten lassen. „Wir versuchen immer, den Studierenden so gut es geht entgegen zu kommen und individuelle Lösungen zu finden“, sagt Alexander Gauler von der HFH. „Das schlimmste, was Sie machen können, ist den Kopf in den Sand zu stecken und monatelang zu verharren.“ Daher rät er Studierenden, bei aufkommenden Schwierigkeiten so bald wie möglich einen Termin im nächstgelegenen Studienzentrum oder in der zentralen Studierendenberatung zu vereinbaren.

 

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